Letztes Update am So, 26.05.2019 07:24

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

4:0-Heimsieg war zu wenig: Wacker steht als Absteiger fest

Zum dritten Mal seit 2008 steht der FC Wacker Innsbruck als Absteiger aus der Bundesliga fest. Der 4:0-Heimsieg gegen Mattersburg kam zu spät, weil auch Hartberg am letzten Spieltag gewann.

Nicht nur bei Wacker-Torhüter Christopher Knett flossen nach dem Schlusspfiff die Tränen.

© gepaNicht nur bei Wacker-Torhüter Christopher Knett flossen nach dem Schlusspfiff die Tränen.



Innsbruck - Nach nur einem Jahr in der Bundesliga muss der FC Wacker Innsbruck wieder den bitteren Gang in die zweithöchste Spielklasse antreten. Die Tiroler gewannen am Samstag zuhause zwar gegen Mattersburg 4:0, da sich zeitgleich aber auch Hartberg gegen die Admira durchsetzte (3:1), stand die Grumser-Elf als Absteiger fest. Nur acht Siege in 32 Saisonspielen - das war eindeutig zu wenig. Die Wacker-Anhänger fassten die Spielzeit in einem Spruchband mit Querverweis auf aktuelle politische Geschehnisse zusammen: "Diese Saison war eine besoffene Gschicht"

>>> Die Seuchensaison im Rückspiegel: Wackers Weg zum Abstieg

Im letzten Bundesliga-Match für zumindest ein Jahr sorgten Youngster Matthäus Taferner (6.) und Zlatko Dedic (11.) vor 5800 Zuschauern schnell für klare Verhältnisse. Stefan Meusburger (69.) und Alexander Gründler (87.) machten den Sack nach der Pause zu. Die erhoffte Schützenhilfe der Admira blieb aber aus. Dario Tadic (18.,60.) avancierte in der Steiermark zum Helden des Abends und sicherte Hartberg den Klassenerhalt. Kresimir Kovacevic (90.) setzte den Schlusspunkt, Sinan Bakis (93.) gelang lediglich Ergebnis-Kosmetik für die Gäste.

Ungewisse schwarzgrüne Zukunft

"Im Fußball ist es so, dass auch der Abstieg dazugehört", hatte Wacker-Präsident Gerhard Stocker bereits vor dem Endspiel gesagt. Der Gang in Liga zwei sei zwar ein Rückschlag, aber keine Katastrophe. "Man muss wieder aufstehen. Wacker wird es weiterhin geben."

Ein Jahr nach dem rauschenden Aufstiegsfest als Zweitliga-Meister erlebte das Tivoli wieder einmal einen tränenreichen Fußballabend und den dritten Bundesliga-Abstieg seit 2008. Direkte Auswirkungen hat das auch auf die Zweier-Mannschaft, die die 2. Liga nach einer starken Saison verlassen muss.

Kapitän Kerschbaum: "Gewaltige Leere"

"Jetzt ist eine gewaltige Leere da. Wir haben bis zuletzt an unsere Chance geglaubt. Heute haben wir es nicht verloren, über die Saison war es einfach zu wenig", gestand Kapitän Roman Kerschbaum mit Tränen in den Augen. Einen einzelnen Grund für den Abstieg gebe es nicht, man habe einfach zu oft leichtfertig Punkte aus der Hand gegeben. Als Beispiele nannte der Mittelfeld-Abräumer die vier Niederlagen gegen die Admira oder die drei Nuller gegen Mattersburg.

Wie es personell bei den Schwarzgrünen weitergeht, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden. General Manager Alfred Hörtnagl steht vor der Ablöse. Fakt ist auch, dass im Profikader zwölf Kontrakte (Knett, Hankic, Wedl, Maak, Klem, Buchacher, Schimpelsberger, Kerschbaum, Harrer, Freitag, Rakowitz und Dedic) auslaufen, Manuel Maranda sich ab Sonntag auf den Sprung nach England zum FC Barnsley vorbereitet sowie die Leihspieler Sascha Horvath (Dynamo Dresden) und Muhammed Kiprit (Hertha BSC Berlin) zurück zu ihren Arbeitgebern müssen. (TT.com)

Bundesliga, 32. Spieltag: