Letztes Update am Mo, 03.06.2019 16:21

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EM-Quali

Burgstaller peilt in der EM-Quali mit dem ÖFB-Team zwei Siege an

Der Schalke-Legionär sieht das ÖFB-Team gegen Slowenien und Nordmazedonien unter Zugzwang und hofft auf eine bessere Saison mit den „Königsblauen“.

Nach dem missglückten Auftakt in die EM-Quali müssen sich Burgstaller und Co. an die eigene Nase fassen.

© gepaNach dem missglückten Auftakt in die EM-Quali müssen sich Burgstaller und Co. an die eigene Nase fassen.



Klagenfurt – Österreichs Fußball-Nationalteam steht in den EM-Qualifikationspartien am Freitag in Klagenfurt gegen Slowenien und am Montag in Skopje gegen Nordmazedonien mit dem Rücken zu Wand. Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt könnten neuerliche Misserfolge schon das Ende aller Hoffnungen auf eine Teilnahme an der EURO 2020 bedeuten.

Guido Burgstaller ist sich der schwierigen Situation bewusst. „Das sind zwei Finalspiele, die gewonnen werden sollten, damit wir noch eine gute Chance haben“, erklärte der ÖFB-Teamstürmer am Montag in Klagenfurt und gab zu: „Wir sind selbst schuld, dass wir uns unter Zugzwang gebracht haben.“

„Hat mich mitgenommen“

Der Schalke-Profi fehlte bei den Niederlagen daheim gegen Polen und auswärts gegen Israel verletzungsbedingt. „Ich bin nicht glücklich daheimgesessen, das hat mich auch mitgenommen“, berichtete Burgstaller. Gegen Polen wäre laut dem Kärntner ein Punkt verdient gewesen, die Leistung gegen die Elf von Andreas Herzog war jedoch nicht zufriedenstellend. „Wir haben das noch einmal angesprochen, damit wir einen Haken drunter machen können.“

Nicht nur der EM-Quali-Auftakt, auch die Spielzeit mit Schalke verlief nicht nach Burgstallers Wunsch. Die „Königsblauen“ waren erst kurz vor Saisonende alle Abstiegssorgen los. „Es war eine hart erkämpfte Saison. Wir sind froh, dass es durch ist.“

Die enttäuschenden Monate für Schalke seien auch die Konsequenz aus den vorangegangenen Abschieden von Leistungsträgern wie Leon Goretzka, Thilo Kehrer oder Max Meyer gewesen. „Es sind wichtige Spieler weggefallen, die konnten wir nicht eins zu eins ersetzen. Aber im Endeffekt war es von uns Spielern zu wenig“, meinte Burgstaller.

Großer Umbruch bei Schalke

In die kommende Saison starten die Gelsenkirchener mit einem neuen Trainer, David Wagner, und einem neuen Sportvorstand, Jochen Schneider. Burgstaller macht sich auf einen Umbruch gefasst. „Jetzt bin ich gespannt, welche Philosophie und welchen Plan die Neuen haben.“

Sein derzeit noch rekonvaleszenter Tiroler Clubkollege Alessandro Schöpf sollte im Lauf der Sommervorbereitung wieder voll ins Training einsteigen können, und auch Burgstaller selbst bleibt Bestandteil der „Knappen“. Der Vertrag des Ex-Rapidlers wurde im März bis 2022 verlängert. „Es hat immer gepasst zwischen mir und Schalke“, sagte der 30-Jährige. (APA)