Letztes Update am Sa, 15.06.2019 13:52

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Hörtnagl bestätigt: Wacker startet mit Trainer Grumser in die zweite Liga

Ruhe vor dem nächsten Transfersturm herrscht bei Aufsteiger WSG Swarovski Tirol. Beim FC Wacker Innsbrucker regieren bis auf die Trainerfrage noch viele Fragezeichen.

Nach dem bitteren Abstieg bleibt Thomas Grumser auch in der zweiten Liga Trainer des FC Wacker Innsbruck.

© gepaNach dem bitteren Abstieg bleibt Thomas Grumser auch in der zweiten Liga Trainer des FC Wacker Innsbruck.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Am Wochenende ist nichts zu erwarten. Ab Anfang nächster Woche wollen wir die nächsten Neuzugänge in Angriff nehmen“, bestätigte Wattens-Manager Stefan Köck, dass beim Tiroler Bundesligaaufsteiger nach den Verpflichtungen von Zlatko Dedic und Stefan Hager kurz Ruhe vor dem nächsten Transfersturm herrscht. Hat die WSG Swarovski Tirol einen genauen Plan und auch die Mittel, tappen die Verantwortlichen beim FC Wacker immer noch im Dunkeln. Fix ist vorerst nur der Trainingsstart am Dienstag, dem 18. Juni, und dass bei den Schwarzgrünen Thomas Grumser seinen Trainervertrag erfüllt.

Wie der Kader beim Start aussieht, steht ebenso noch in den Sternen wie das Budget, das dem Tiroler Bundesligaabsteiger in der kommenden Zweitligasaison zur Verfügung steht. Am Dienstag wollen sich die Schwarzgrünen deklarieren. Nachdem sich der Profikader der letzten Saison praktisch in alle Richtungen verstreute, stehen auch Kicker mit noch laufenden Verträgen wie Goalie Christopher Knett, Stefan Meusburger, Stefan Peric, Lukas Hupfauf oder Flo Rieder vor dem Absprung. Den schaffte der ehemalige FCW-Kapitän schon – Christoph Freitag unterzeichnete bei Austria Lustenau einen Zweijahresvertrag und wird mit den Vorarlbergern gegen die Tiroler in der zweiten Liga antreten.

Auf der Trainerbank im Tivoli sitzen ab Sommer zwei Tiroler: Thomas Silberberger als Coach der Wattener und Thomas Grumser beim FC Wacker. „Wir starten mit Thomas Grumser in die zweite Liga“, bestätigte gestern FCW-Sportchef Alfred Hörtnagl, der zurzeit an den Kadern für die zweite Liga und die Eliteliga bastelt.

„Ich will meinen Vertrag erfüllen und sehe auch Potenzial für die zweite Liga“, so Grumser, der die „brutale Enttäuschung“ nach dem Abstieg überwunden hat. „Ich hoffe, dass bald Klarheit herrscht und die Spieler wissen, woran sie sind“, blickt der 39-Jährige schon gespannt auf den Trainingsstart. Trainiert wird zunächst in Rum, die Meisterschaftsspiele finden wie gewohnt im Tivolistadion statt. Welche Sektoren geöffnet werden, steht noch nicht fest.

Ob Matthäus Taferner, der bis 30. Juni 2020 beim FC Wacker unter Vertrag steht und in den letzten Runden mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte, weiter im jungen FCW-Kader steht, ist fraglich. Der 18-Jährige hat sich in den Fokus von einigen Bundesligavereinen gedribbelt. „Auch ausländische Klubs haben Interesse“, bestätigt Hörtnagl. Wenn das Angebot für Spieler und Verein passt, wird Taferner aufgrund der prekären Finanzlage wohl kaum vom FC Wacker zu halten sein.