Letztes Update am Di, 18.06.2019 09:41

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Wohin geht die Reise? Wackers Start in eine ungewisse Zukunft

Unter dem Motto „Neupositionierung mit Schwerpunkt Entwicklung junger Spieler“ sowie mit verringertem Budget bereitet sich der FC Wacker auf die kommende Saison in der zweiten Liga vor.

Ob der 18-jährige Matthäus Taferner vom FC Wacker Innsbruck bzw. Cheftrainer Thomas Grumser (links) zu halten ist, hängt ganz vor der zu erwartenden Ablösesumme ab.

© gepaOb der 18-jährige Matthäus Taferner vom FC Wacker Innsbruck bzw. Cheftrainer Thomas Grumser (links) zu halten ist, hängt ganz vor der zu erwartenden Ablösesumme ab.



Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Die sportmotorische Tests am Vormittag gingen wie geplant über die Bühne, das erste Rasentraining am Nachmittag wurde aufgrund der heißen Temperaturen am Dienstag abgesagt und auf Mittwoch 10 Uhr verschoben. Wohin die schwarzgrüne Reise generell geht, werden die nächsten Wochen weisen. Am Mittwoch wollen die Verantwortlichen um Präsident Gerhard Stocker den „Status quo“ des Traditionsklubs offenlegen. Nach dem Abstieg sollte doch ein „Plan B“, mit dem man sich bis zur letzten Runde nicht befassen wollte, entsprechend greifen. Es geht um die Höhe des Budgets und die Bereitschaft von Sponsoren, auch in der zweiten Liga die Schwarzgrünen entsprechend zu unterstützen.

„An der sportlichen Konzeption soll sich nichts ändern. Außer dass alles eine Liga tiefer abläuft“, blickt Stocker in eine Zukunft, die unter dem Mott­o Neupositionierung, die, wenn sie richtig funktioniert, „durchaus erfreulich werden kann“. Das Konzept mit Schwerpunkt Entwicklung junger Spieler wird beibehalten. „Es wird sich weisen, ob das auch gewürdigt wird“, weiß Stocker noch nicht so recht, ob der FC Wacke­r seinen Weg ziemlich einsam oder doch mit breiterer Unterstützung gehen kann. Der Druck, unbedingt sofort wieder aufsteigen zu müssen, fällt freilich weg. Der Status des Klubs im Land soll weiter bestehen, auch wenn zurzeit noch viele Fragezeichen im zukünftigen Weg stehen.


Erbat sich diese Woche noch Bedenkzeit – Trainer Florian Schwarz.

Erbat sich diese Woche noch Bedenkzeit – Trainer Florian Schwarz.
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Wenn Trainer Thomas Grumser morgen in Rum die neue Saison anpfeift, wird er einen 20-Mann-Kader beaufsichtigen. Das ist der Stamm der zweiten Mannschaft, der zum Großteil unter Vertrag steht. Dazu kommen noch Profis wie Lukas Hupfauf, Flo Riede­r oder Daniele Gabriele, die ebenfalls noch längerfristige Verträge haben, sich aber verändern wollen. „Es tut sich viel, aber das ist in so einer Situation normal“, stehen Sportchef Alfred Hörtnagl arbeitsreiche Wochen ins Haus. Schließlich gilt es nicht nur eine zweitligatauglich­e Mannschaft, sondern auch eine halbwegs konkurrenzfähige Truppe für die Regionalliga Tirol zusammenzustellen. Jeffre­y Egbe und Sandro Gavric kehren vom FC Kufstein sowie Rahman Jawadi vom SC Schwaz zurück. Dazu kommen einige Spieler der Dreier-Meistermannschaft.

Auch der Trainerstab ist noch nicht vollständig fixiert. Chefcoach bleibt Thomas Grumser. Wer als Cotrainer fungiert und wer die zweite Mannschaft übernimmt, steht noch nicht fest. „Ich hab­e ein Angebot erhalten, aber ich habe mir diese Woche noch Bedenkzeit erbeten“, bestätig­t Florian Schwarz, der als Coach für die „Zweier“ und Verbindungsglied nach oben fungieren soll.

Auf dem Transfermarkt stehen auch noch einige FCW-Profis zum Angebot. Angefangen von Goalie Christopher Knett, die Innenverteidiger Stefan Peric und Stefan Meusburger sowie eben Rieder, Hupfauf und Gabriel­e. Fraglich ist auch, ob Matthäus Taferner in der zweiten Liga für den FC Wacker aufläuft. Der 18-jährige Sport-BORG-Schüler hat sich auf die Zettel zahlreicher Scouts gespielt. „Es ist ziemlich Bewegung in die Sache gekommen“, bestätigt Hörtnagl das Interesse zahlreicher Klubs.