Letztes Update am Mo, 24.06.2019 06:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frauen-WM

England schaltet Kamerun aus, Frankreich besiegt Brasilien

England steht nach einem 3:0-Sieg gegen Kamerun im Achtelfinale. Die Kamerunerinnen fühlte sich so ungerecht behandelt, dass das Team mit einem Spielabbruch drohte. Henry schoss Frankreich im Spiel gegen Brasilien ins Viertelfinale.

England steht im Achtelfinale der Frauen-Fußball-WM.

© AFPEngland steht im Achtelfinale der Frauen-Fußball-WM.



Le Havre – Kapitänin Amandine Henry hat Frankreichs Fußball-Frauen ins Viertelfinale der Heim-Weltmeisterschaft geschossen. Die 29-Jährige bescherte der Mannschaft von Trainerin Corinne Diacre mit ihrem Treffer in der 107. Minute am Sonntag in Le Havre in der Verlängerung den knappen 2:1 (1:1, 0:0)-Sieg gegen Brasilien. England besiegte in Valenciennes Kamerun mit 3:0 (2:0).

Vor rund 25.000 Zuschauern gingen die Französinnen im Achtelfinale gegen Marta und Co. durch Valerie Gauvin in Führung (52.). Kurz darauf bewahrte Torhüterin Sarah Bouhaddi ihr Team mit einer Glanzparade zunächst vor dem Ausgleich, ehe Thaisa (63.) doch noch das 1:1 erzielte. Henry sorgte dann für grenzenlosen Jubel im Stade Oceane. Frankreich spielt in der Runde der letzten acht gegen Spanien oder Titelverteidiger USA, die am Montag (18.00 Uhr) in Reims aufeinandertreffen.

In Valenciennes schossen Stephanie Hougton (14.), Ellen White (45.+4) und Alex Greenwood (58.) die Engländerinnen ins Viertelfinale, in dem es am Donnerstag gegen Norwegen geht.

Aufgrund zahlreicher Entscheidungen, die nach einer Video-Überprüfung gegen Kamerun ausfielen, fühlte sich die afrikanische Mannschaft so ungerecht behandelt, dass sie mit einem Spielabbruch drohte.

Schon vor der Pause hatte Kameruns Trainer Alain Djeumfa seine Spielerinnen beruhigen müssen, damit das Match wie geplant weiter gespielt werden konnte. Wegen der häufigen Einschaltung des Video-Assistenten (VAR) gab es am Ende beider Hälften jeweils eine lange Nachspielzeit. Die Brutto-Spielzeit lag am Schluss bei weit über 100 Minuten. (APA/dpa)