Letztes Update am Mo, 24.06.2019 06:40

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


U21-EM

U21 verpasste EM-Semifinale nach 1:1 gegen Deutschland

Österreichs U21-Nationalteam hat bei der EM in Italien und San Marino das Semifinale verpasst. Die ÖFB-Auswahl holte zwar gegen Titelverteidiger Deutschland am Sonntagabend im letzten Gruppenspiel in Udine nach sehr starker Vorstellung ein 1:1-Remis, belegte damit mit vier Punkten aber nur Rang drei in Pool B.

Auch Husein Balic (l.) rackerte mit dem U21-Team gegen den großen Nachbarn Deutschland. Am Ende musste man das Unentschieden akzeptieren.

© APAAuch Husein Balic (l.) rackerte mit dem U21-Team gegen den großen Nachbarn Deutschland. Am Ende musste man das Unentschieden akzeptieren.



Udine – Trotz der besten Leistung im Turnier ist Österreich bei der U21-EM in Italien und San Marino ausgeschieden. Die Österreicher trennten sich am Sonntag in Udine mit einem 1:1 (1:1) von der Fußball-Großmacht Deutschland. Zum Aufstieg ins Semifinale hätte es einen hohen Sieg der ÖFB-Elf gebraucht, da Dänemark im zweiten Spiel der Gruppe B Serbien mit 2:0 (1:0) bezwang.

In der Anfangshälfte, in der Österreich mehrere Möglichkeiten hatte, brachte Turnier-Topgoalgetter Luca Waldschmidt (14.) Deutschland mit einem ansatzlosen Weitschuss genau ins Kreuzeck früh in Führung. Kevin Danso (24.) glich kurze Zeit später per Elfmeter aus. Die zweite Hälfte verlief ausgeglichener, aber ohne große Aufreger.

Deutschland bereits 15 Spiele unbesiegt

Die deutsche U21 von Trainer Stefan Kuntz ist nun schon 15 Spiele unbesiegt und geht als Titelkandidat ins Semifinale am Donnerstag. Die Österreicher werden hingegen bereits am Montag die Heimreise antreten, so jedenfalls der Stand der Planungen vor dem letzten Gruppenspiel.

Kevin Danso erzielte per Elfmeter den Ausgleichstreffer für das ÖFB-Team.
Kevin Danso erzielte per Elfmeter den Ausgleichstreffer für das ÖFB-Team.
- gepa

Teamchef Werner Gregoritsch hatte vier Umstellungen gegenüber der 1:3-Niederlage gegen Dänemark am Donnerstag vorgenommen. Neu in die Elf kamen Maximilian Ullmann, Dejan Lubicic, Husein Balic und Sasa Kalajdzic, weichen mussten dafür Sandro Ingolitsch, Ivan Ljubic, Mathias Honsak und Marko Kvasina. Marco Friedl rückte von links hinten auf die rechte Außenverteidigerposition.

Die Wechsel zeigten auch Wirkung, denn Österreich präsentierte sich viel stärker als gegen Dänemark. Das Team war von der ersten Minute an präsent, aggressiv in den Zweikämpfen und auch mutig nach vorne. Über Ullmann lief in der 6. Minute der erste Vorstoß, in der 13. Minute verpasste Kalajdzic in der Mitte einen scharfen Stanglpass.

Zehn Minuten nach dem überraschenden 1:0 der Deutschen nutzte die Mannschaft die Ausgleichschance, nachdem DFB-Goalie Alexander Nübel Kalajdzic mit dem Knie im Kopfbereich getroffen hatte. Augsburg-Legionär Danso traf flach in die linke Ecke. Der Schalker Nübel stand dann weitere zehn Minuten später erneut im Mittelpunkt, als er bei einen Kaladzic-Kopball in höchster Not mit dem Fuß rettete.

Verpasste Chancen

Die Österreicher verpassten noch weitere hochkarätige Gelegenheiten. Ein Friedl-Weitschuss (43.) ging nur knapp am Kreuzeck vorbei, Kaladzic (45.+1) köpfelte an die Stange. Nach der Pause war Nübel im Duell gegen Balic (56.) der Sieger, Kapitän Philipp Lienhart (78.) schoss über das Tor. Auch die eingewechselten Honsak und Adrian Grbic konnten Nübel in der letzten Aktion in der Nachspielzeit nicht überwinden. Deutschland war davor nicht mehr zu großen Chancen gekommen.

Im Parallelspiel leistete Serbien dem ÖFB keine Schützenhilfe und verlor 0:2 gegen die Dänen, für die das Turnier jedoch ebenfalls zu Ende ist. Österreich beendete die Gruppe B mit vier Punkten als Dritter hinter Titelverteidiger Deutschland (7) und Dänemark (6), Serbien machte als Schlusslicht keinen Punkt. (APA)