Letztes Update am Mi, 26.06.2019 22:33

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


2. Liga

Wacker verlor Test gegen Stuttgart, Trainer Schwarz verlässt Verein

Auch abseits der Causa Florian Rieder hat der FC Wacker Innsbruck alle Hände voll zu tun. Es gilt schlagkräftige Mannschaften für die neue Saison aufzustellen.

Fiel mit 18 dem Verletzungsteufel zum Opfer – Simon Rumer.

© gepaFiel mit 18 dem Verletzungsteufel zum Opfer – Simon Rumer.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Der Transfer von Matthäus Taferner (Dynamo Dresden) schwemmte erneut Geld in die Kassa des FC Wacker (ca. 400.000 Euro), die Entschuldung ist auf Schiene. „Unsere Positionierung ist klar und es ist eine Herausforderung“, meldete sich von der schwarz-grünen Taskforce Alfred Hörtnagl, der Geschäftsführer Sport, zu Wort.

Bezüglich der Causa Rieder – „Wir versuchen eine Lösung zu finden“ – hielt er sich kurz, die Konzentration auf die eigenen Hausaufgaben strich er hingegen hervor. Und zu den vielen Potenzialspielern, die sich gegenwärtig in der Zweitliga-Mannschaft des FC Wacker sammeln, sollen noch „drei bis vier Säulen“ kommen. Natürlich in gewisser Weise auch immer abhängig davon, ob Goalie Christopher Knett oder die Innenverteidiger Stefan Meusburger und Stefan Peric in der Sommerpause noch einen neuen Arbeitgeber finden.

Als „Schnittstelle vom Nachwuchs- in den Erwachsenen-Profifußball“ wird es laut Hörtnagl weiterhin drei Kampfmannschaften geben. Die zweite Mannschaft, die künftig in der Regionalliga Tirol vorspielt, wird eine sehr junge sein. Eine, die nicht mehr von Florian Schwarz dirigiert werden wird. Er einigte sich mit dem Verein auf eine Vertragsauflösung und ist wie andere (z. B. Roland Ortner) als Talentecoach beim Tiroler Fußballverband im Gespräch – eine Position, die seitens des ÖFB neu geschaffen und entsprechend subventioniert wird. „Dazu will und kann ich mich nicht äußern. Es waren beim FC Wacker für mich turbulente Zeiten mit positiven und negativen Phasen“, sagt Schwarz Ade. Christian Stoff (bislang Coach der dritten Mannschaft/ab sofort Daniel Wilson) leitete als neuer Trainer beim gestrigen Auftakt die Geschicke. Im Wissen, dass man mit einem Kader, der mit vielen Spielern aus der dritten Mannschaft besetzt ist, noch nachrüsten muss.

Sagt dem FC Wacker als Trainer Ade – Florian Schwarz.
Sagt dem FC Wacker als Trainer Ade – Florian Schwarz.
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Ein bitteres Los hat indes Simon Rumer nach seinem Zweitliga-Debüt zu verdauen. Nach Knie-, Schulter- und Knöchelverletzungen sowie zahlreichen OPs hakt der 18-Jährige die Profikarriere ab.

Alex Gründler beweist Treue

Jenbach – „Der FC Wacker Innsbruck ist mein Verein, an dem mir sehr viel liegt. In Zeiten wie diesen lässt man seinen Verein nicht hängen.“ Mit diesen Worten begründete Alex Gründler, einer, dem man das schwarzgrüne Herz nicht absprechen kann, seine Vertragsverlängerung bis 2021. Und der Schwazer hätte in der zweiten Hälfte des Tests gegen den VfB Stuttgart gleich sprichwörtlich „berühmt“ werden können, vergab aber bei der 1:4-Niederlage zwei Topchancen. Insgesamt präsentierten sich die Schwarzgrünen gegen den deutschen Bundesliga-Absteiger vor 300 Zuschauern durchaus ordentlich. Der Tiroler Ehrentreffer in Jenbach gelang dem eingewechselten Manuel Wallner. „Wir haben es ganz gut gemacht“, meinte auch Trainer Grumser. (t.w.)

FC Wacker Innsbruck - VfB Stuttgart 1:4 (0:3)

Tore: Wallner (56.) bzw. Massimo (22., 36.), González (33.), Al Ghaddioui (90.).

Aufstellung Wacker: Wedl (46., Eckmayr); Joppich, Hupfauf, Bacher, Kofler (46., Köchl); Zaizen (46., Wallner), Satin, Gallé (75., Abali); Gründler (75., Jawadi), Ibrisimovic (75., Leitner), Yildirim (75., Gavric). Nächster Test: Samstag (16.30 Uhr in Jenbach) Arsenal Tula.