Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.07.2019


Bundesliga

Bei Super-Talent Szoboszlai wollen Bullen hart bleiben

Während Diadie Samassekou bei Salzburg vor dem Abschied steht, soll Angreifer Dominik Szoboszlai die Bullen-Fans noch länger erfreuen.

Mit großen Schritten läuft Dominik Szoboszlai einer internationalen Karriere entgegen, vorerst will er aber in Salzburg bleiben.

© gepaMit großen Schritten läuft Dominik Szoboszlai einer internationalen Karriere entgegen, vorerst will er aber in Salzburg bleiben.



Innsbruck – Dass die roten Bullen aus Salzburg am Mittwochabend ihr zweites Testspiel gegen ZSKA Sofia 0:1 verloren, stellt rund um die Salzach nur eine Randnotiz dar. Vieles dreht sich aktuell um den Transfermarkt. Gestern wurde der Wechsel von U21-Teamspieler Mathias Honsak zum SV Darmstadt offiziell. Droht zusätzlich zu den Abgängen von Stefan Lainer (Mönchengladbach), Hannes Wolf (Leipzig) und Xaver Schlager (Wolfsburg) ein weiterer Aderlass?

„Nein“, sagt Angreifer Dominik Szoboszlai. „Ich bin im Herbst sicher in Salzburg und spiele dort Champions League.“ Der 18-jährige Ungar absolvierte bereits vier Spiele für das A-Nationalteam und hat sich offensichtlich mit drei Toren und vier Assists in 17 Bundesliga-Spielen auf die Notizblöcke internationaler Topklubs geschossen. Aus den Reihen des österreichischen Fußball-Meisters vernimmt man, dass man auch bei einem Angebot rund um 20 Millionen Euro nicht schwach werden würde.

Anders liegt die Lage beim malischen Mittelfeldspieler Diadie Samassekou. Neben Leipzig, Leverkusen, Monaco und Marseille soll sich nun auch Borussia Dortmund in die Interessenten eingereiht haben. Als eine mögliche Ablöse werden 20 Millionen Euro gehandelt. Der 23-Jährige ist aktuell mit Mali noch beim Afrika-Cup im Einsatz.

Abseits der großen Namen rüsten sich die Bullen aber weiter für die Zukunft: Die Salzburger gaben am Freitag die Verpflichtung des dänischen Talents Maurits Kjaer­gaard bekannt. Der 16-jährige zentrale Mittelfeldspieler kommt von Lyngby BK und erhielt einen Vertrag bis Juni 2022. Er werde vorerst beim Kooperationspartner FC Liefering in der 2. Liga spielen.

Apropos Zukunft: Die könnte im Sturmzentrum der österreichischen Nationalmannschaft dem Noch-Admiraner Sasa Kalajdzic gehören. Noch-Admiraner, weil der baumlange Stürmer kurz vor dem Abschied aus der Südstadt steht, um den VfB Stuttgart zurück in die Bundesliga zu schießen. Als Entschädigung soll die Admira 2,5 Millionen Euro erhalten. Im Winter war sich Kalajdzic mit Rapid schon einig, die Vereine fanden in Sachen Ablöse aber nicht zusammen.

Beim Rekordmeister aus Hütteldorf hat Sportdirektor und Ex-FC-Tirol-Libero Zoran „Zoki“ Barisic viel Arbeit vor sich: Neben der Suche nach einem Ersatz für Linksverteidiger Boli Bolingoli (wechselte zu Celtic Glasgow; Maximilian Ullmann, Peter Michorl und Manuel Haas gelten als Kandidaten) muss sich der 49-Jährige auch mit einem Abschied von Mittelfeld-Mann Thomas Murg auseinandersetzen, nachdem Vereine aus Deutschland ihre Fühler ausgestreckt haben.

Sturm Graz kennt indes seine möglichen Gegner in der Europa-League-Qualifikation: Es geht entweder gegen Haugesund (NOR) oder Cliftonville. Die Nordiren setzten sich gegen Barry Town (WAL) mit 4:0 durch. Das Hinspiel hatte 0:0 geendet. Sturm startet am 25. Juli auswärts und ohne den Osttiroler Sandi Lovric (wechselt zu Lugano) in die Europacup-Saison. Beim Rückmatch umgeht Sturm dann mit einer Ausnahmeregelung für Jugendliche ein Geisterspiel. (t.w.)




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