Letztes Update am Mi, 17.07.2019 11:00

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

297 Argumente sprechen bei der WSG für Routinier Mader

Nach einer von Verletzungen geprägten Saison will Florian Mader in der Bundesliga seine Routine ausspielen und die WSG Swarovski Tirol bei der Mission Klassenerhalt tatkräftig unterstützen.

In der Vorbereitung präsentierte er sich in starker Verfassung: Jetzt will Flo Mader (l.) in der Bundesliga noch einmal angreifen.

© gepaIn der Vorbereitung präsentierte er sich in starker Verfassung: Jetzt will Flo Mader (l.) in der Bundesliga noch einmal angreifen.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – „Das wird nichts mehr“, „Seine Zeit ist vorbei“, „Warum spielt kein Junger?“. Es gibt wohl kaum einen Fußballer, der sich im Herbst seiner Karriere nicht mit solchen oder ähnlichen Sätzen auseinandersetzen muss.

Auch auf der Tribüne des Gernot-Langes-Stadions waren in der vergangenen Saison vereinzelt Äußerungen dieser Tonart zu vernehmen, wenn die Sprache auf Flo Mader kam. Was auch daran lag, dass die Aufstiegssaison für den inzwischen 36-Jährigen nicht nach Wunsch lief. Gleich zweimal (einmal Sprunggelenk, einmal Bandscheibe) musste sich der Schmirner unters Messer liegen, um trotzdem sechs Assists in 1088 Zweitliga-Minuten zum Aufstieg beizutragen.

„Ich hab’ die komplette Vorbereitung mitmachen können und fühle mich so gut wie lange nicht mehr“, meldete sich der Mittelfeldstratege gestern drei Tage vor dem Pflichtspielauftakt in Treibach (ÖFB-Cup/Freitag, 18.30 Uhr) zu Wort. Dass Mader aber keiner ist, der sich selbst in den Mittelpunkt stellt, weiß man nach einer langen Karriere inklusive Titeln und Champions-League-Einsätzen: „Es geht nicht um meine Person, wichtig ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist.“ Aktuell scheint sich der Tiroler mit Michi Svoboda um einen Platz in der Startelf zu duellieren. Und eines stellt Mader in diesem Zusammenhang auch klar: „Wenn ich fit bin, kann ich eine wichtige Rolle einnehmen.“

Denn eines hat der Meister (2013 mit der Austria) und Cupsieger (2011 mit Ried) (fast) allen Kollegen voraus: eine gehörige Portion Bundesliga-Erfahrung. In Zahlen gegossen sind das 297 Einsätze, 13 Tore und 17 Assists in der rot-weiß-roten Beletage. Am nähesten kommen ihm in dieser Statistik Clemens Walch (127 Spiele), Ersatz-Keeper Pascal Grünwald (61) und Ione Cabrera (32).

Der Schmirner ist also einer, der wissen müsste, was in der Bundesliga auf die Tiroler zukommt: „Wir müssen geschlossen und als Einheit auftreten, dann werden wir überraschen.“ Ein Sonderlob gibt Mader an einen weiteren routinierten Spieler weiter: „Zlatko (Dedic, Anm.) ist ein Top-Stürmer, der uns besser gemacht hat.“ Verbessert hat der Tiroler seine Teams (u. a. FC Wacker, Austria, Ried) ebenfalls jahrelang. Und auch bei der WSG Tirol sprechen mindestens 297 Argumente dafür, das Zepter weiter in Maders Hände zu geben.