Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 21.07.2019


Uniqa ÖFB-Cup

Am Ende schwammen dem FC Kufstein die Felle davon

Kufstein verlor in der ersten ÖFB-Cup-Runde vor 450 Zuschauern 1:6 gegen Altach. Doch ein Angreifer, den sie „Klinsi“ nennen, macht Hoffnung für die Meisterschaft.

Alejandro Klinsman Calderon Buitrago oder einfach nur "Klinsi" – an dem kolumbianischen Angreifer könnte der FC Kufstein noch viel Freude haben. Das 1:6 konnte er nicht verhindern.

© gepaAlejandro Klinsman Calderon Buitrago oder einfach nur "Klinsi" – an dem kolumbianischen Angreifer könnte der FC Kufstein noch viel Freude haben. Das 1:6 konnte er nicht verhindern.



Von Tobias Waidhofer

Kufstein — Leider währte die Freude am Samstag in Kufstein nur kurz. Lediglich zwei Minuten, nachdem der Ex-Hoffenheimer Tidiane M'Baye in der 35. Minute einen Querpass seines kolumbianischen Sturmpartners Alejandro Klinsman „Klinsi" Calderon Buitrago zum 1:1-Ausgleich verwertet hatte, antwortete Mergim Berisha dem Altacher mit 1:2.

Ein Knackpunkt: Der Bundesligist siegte schlussendlich in der ersten Cup-Runde mit 6:1. Die Festungsstädter wirken für den Saionstart in der Regionalliga Tirol aber trotzdem gut gerüstet.

Die neu formierte Mannschaft mit dem polnisch-slowenischen Innenverteidiger-Paar Bober/Sosteric und dem international angehauchten Sturm-Duo startete ordentlich. Trotzdem ging der Favorit nach elf Minuten in Führung. Zum Ärger der Kufsteiner, weil Faruk Zeric gerade verletzt auf dem Rasen gelegen war, die Altacher den Angriff aber eiskalt zu Ende spielten.

Doch die Truppe des Neo-Trainers Ognjen Zaric ließ sich nicht aus der Ruhe bringen: Den starken „Klinsi" Calderon Buitrago konnte Jan Zwischenbrugger in der 22. Minute nur per Notbremse stoppen. Mit einem Mann weniger beorderte der Vorarlberger Trainer Alex Pastoor den Tiroler Christian Gebauer vom Sturm zurück in die Viererkette. Der Bundesligist hatte dann durch Mergim Berisha die Riesen-Chance auf das 0:2, der Ex-Bulle traf aber vor dem leeren Tor nur den Pfosten. Es folgt der schon angesprochene Ausgleich und das schnelle 1:2.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Lattenkracher von Calderon Buitrago, an dem die Kufsteiner, so wie an Sturmpartner M'Baye, noch viel Freude haben könnten. Doch den Altachern gelang durch ein Billard-Tor, bei dem schlussendlich Ousmane Diakite den Ball über die Linie drückte, das 1:3 (53. Minute). Das Glück war dem FC Kufstein am Samstag nicht hold. Altach legte dann (Diakite/5., Meilinger/87.) zwei weitere Treffer nach, der Schlusspunkt zum 1:6 war dann dem eingewechselten Flo Jamnig vorbehalten. In den letzten zehn Minuten schwammen Kufstein also die Felle davon. Enttäuschend war aber vor allem eines: die Kulisse in der Kufstein-Arena, in der sich gerade einmal 450 Zuschauer (darunter 150 Altacher) einfanden.