Letztes Update am Mo, 05.08.2019 11:15

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Augenhöhlen- und Kieferbruch: Schockdiagnose für Buchacher

Keine Punkte und eine schlimme Verletzung – Altach war für die WSG Swarovski Tirol keine Reise wert. Coach Silberberger machte zwei grundlegende Faktoren für die 2:3-Niederlage aus.

WSG-Rückkehrer Flo Buchacher fällt nach seinem Crash in Altach mit Kopfverletzungen lange aus.

© gepaWSG-Rückkehrer Flo Buchacher fällt nach seinem Crash in Altach mit Kopfverletzungen lange aus.



Von Wolfgang Müller

Wattens – Vor einer Woche gefeierter Torschütze beim 3:1-Erfolg gegen die Austria im Tivoli, gestern lag Flo Buch­acher als Patient im Krankenhaus – Aufsteiger WSG Swarovski Tirol kehrte aus Altach nicht nur mit leeren Händen, sondern auch mit einer Hiobs­botschaft nach Hause. Augenhöhlenbruch und Kieferfraktur, das hört sich nach Schmerzen an. Die hatte Buchacher auch nach dem fatalen Zusammenstoß mit Altachs Samuel Gouet. Der 31-Jährige wurde mit Bahre vom Feld getragen, verbrachte die Nacht zur Beobachtung in Vorarlberg, checkte gestern in der Innsbrucker Klinik ein und wird wochenlang ausfallen. „Das tut uns richtig weh, weil er sich nach seiner Rückkehr schnell integriert hat“, war auch WSG-Coach Thomas Silberberger nach der niederschmetternden Diagnose entsprechend bedient.

Da war die bittere 2:3-Niederlage eigentlich nur Nebensache. Die notwendige Analyse der Nullnummer im Ländle basierte auf zwei grundlegenden Faktoren: „Wenn man zweimal in Führung geht und zweieinhalb Auswärtstore schießt, könnte man schon einen Zähler einfahren.“ Damit war der vermeintliche Führungstreffer der Tiroler gemeint, der nach angeblichem Tormann-Foul nicht gegeben wurde: „Was können Svoboda und Hager dafür, dass Altach-Goalie Kobras zu klein ist? Foul habe ich keines gesehen“, so Silberberger, der zur Kenntnis nahm, „dass sich Altach die drei Punkte schon auch verdiente“, weil seine Mannschaft eben nicht so recht ins Spiel kam. „Nur dem Ball nachjagen und dann schnell umschalten kostet auf Dauer zu viel Kraft. Wir müssen uns mehr Ballbesitz und auch Ruhephasen verschaffen“, blickt Silberberger schon dem nächsten Auftritt seiner Kristall-Buam am Sonntag im Tivolistadion gegen St. Pölten entgegen.