Letztes Update am Sa, 10.08.2019 12:54

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Motto in Wattens: Gesund bleiben und werden

WSG-Stratege Clemens Walch hat vor dem Heimspiel gegen St. Pölten am Sonntag um 17 Uhr gute Erinnerungen.

WSG-Routiniers auf verschiedenen Schauplätzen – Clemens Walch (in Grün) will wie in Altach auch gegen St. Pölten rackern, Florian Buchacher erhielt indes im Krankenhaus Besuch von seinem Hund Emilio.

© gepa, BuchacherWSG-Routiniers auf verschiedenen Schauplätzen – Clemens Walch (in Grün) will wie in Altach auch gegen St. Pölten rackern, Florian Buchacher erhielt indes im Krankenhaus Besuch von seinem Hund Emilio.



Von Alex Gruber

Wattens – Im Vorwärtsgang zeigte die WSG Swarovski Tirol in den ersten beiden Partien der neuen Saison auch dank der Stärke bei Standardsituationen mit fünf Treffern auf. Das war zuvor nur drei Bundesliga-Aufsteigern, zuletzt dem FC Wacker Innsbruck 2010/11, gelungen. Damals war Clemens Walch noch als Deutschland-Legionär (Stationen: Stuttgart, Kaiserslautern, Dynamo Dresden) unterwegs, ehe er nach Ried (OÖ) wechseln sollte. Und da werden einige Jahre später Erinnerungen an den kommenden WSG-Gegner wach: Im Dress der Innviertler schnürte Walch im September 2016 beim 3:2-Sieg gegen St. Pölten einen Doppelpack. „Ja, das war auswärts und ein Abstauber war ganz sicher dabei. Da bin ich gleich zu Beginn der Partie zweimal goldrichtig gestanden“, lacht der 32-jährige Routinier, der beim 3:1-Heimsieg gegen die Austria traf.

„ Ich spüre in Wattens das Vertrauen und möchte Leistung bringen.“
Clemens Walch (Profi WSG Tirol)

Mit 129 Bundesliga-Partien am Buckel und 19 Treffern ist Walch einer jener, der in Sachen Oberhaus im WSG-Dress Routine führt. Dass er im Herbst seiner Karriere und nach vielen Verletzungen noch einmal auf heimischem Boden Bundesliga-Luft schnuppert, tut ihm gut: „Es ist extrem cool und ich habe das Gefühl, dass etwas entstehen kann. Klar wird es schwer, die Liga zu halten“, führt die Kreativperle vor dem zweiten Saisonheimspiel aus. Da wird es mehr Ballbesitz als bei der 2:3-Niederlage in Altach brauchen, denn da ging der WSG auch die Luft aus: „Wenn du keinen Ballbesitz hast, kannst du nicht regenieren. Wir sie sind zu weit auseinander gestanden und sie haben sich gut bewegt“, weiß der Inzinger, was es in der Rückwärtsbewegung und in Sachen Balleroberung besser zu machen gilt.

Die Diskussionen um seine Verletzungsanfälligkeit kommentiert er trocken: „Ich spüre in Wattens das Vertrauen und möchte Leistung bringen.“ Spezielle Maßnahmen für seinen Muskelapparat setzt er ohnehin, an „PS“ könne er, wie andere auch, noch zulegen: „Ich brauche jedes Training.“

Mit dem am Auge und Kiefer operierten Flo Buchacher fehlt der WSG in den kommenden Wochen ein physisch starker „Krieger“, den Walch natürlich besuchte und der heute das Spital verlassen darf. „Der steht bald wieder am Platz“, ist sich Walch sicher. Gesund bleiben bzw. gesund werden lautet das Motto.