Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 23.08.2019


Bundesliga

Tiroler Koch hängt bei Sturm Graz noch in der Warteschleife

Der Natterer, der in der vergangenen Jahren eine Konstante bei den Steirern war, bekommt unter dem neuen Trainer kaum Spielzeit.

Seltener Schnappschuss: Sturm-Profi Fabian Koch (rechts Hartberg-Stürmer Rajko Rep) brachte es diese Saison erst auf acht Einsatzminuten.

© gepaSeltener Schnappschuss: Sturm-Profi Fabian Koch (rechts Hartberg-Stürmer Rajko Rep) brachte es diese Saison erst auf acht Einsatzminuten.



Graz – Wenn man in den letzten Jahren beim österreichischen Fußball-Bundesligisten Sturm Graz eine Konstante suchte, fand man sie unter dem Namen Fabian Koch. Der Natterer übersiedelte im Sommer 2016 nach fast fünf Dienstjahren bei der Wiener Austria in die steirische Hauptstadt und war auf der rechten Defensivseite gesetzt. 103 Ligaspiele absolvierte der Ex-Wacker-Profi im Sturm-Dress. Daher liest sich die Bilanz der neuen Saison schon etwas überraschend. Denn in den bisherigen vier Spielen brachte es Koch lediglich auf acht Einsatzminuten. Dabei wird es wohl auch beim Duell am Sonntag gegen die WSG Tirol bleiben. „Ruhig bleiben, auf die Chance warten und die dann nützen“, sieht Koch die Lage relativ unaufgeregt.

Der neue Trainer Nestor El Maestro setzt eben auf Emanuel Sakic auf der rechten Seite. „Der macht seine Sache auch richtig gut, daher gibt es auch keinen Grund zu wechseln“, ist der Tiroler, der bei Sturm bis Sommer 2021 unter Vertrag steht, ganz darauf eingestellt, sich in Geduld zu üben. „Solche Situationen kommen im Fußball eben vor. Da mach’ ich mir keinen Stress. Obwohl gegen Wattens hätte ich schon ganz gerne gespielt. Die sind nämlich wirklich stark gestartet. Das freut mich für die Jungs“, blickt der 30-Jährige unaufgeregt und erwartungsfroh der Zukunft entgegen. Was nicht nur mit seinem Job als Fußballprofi zu tun hat. Denn im November erwartet die Familie Koch Nachwuchs. „Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben“, freut sich Fabian Koch schon auf seine Vater-Rolle, was an der gegenwärtigen Situation als Bankdrücker bei Sturm nichts ändert, aber igrendwie auch die Perspektive verschiebt. Aber Dauerzustand soll der Platz auf der Bank keiner sein ... (w.m.)