Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 25.08.2019


Bundesliga

WSG Tirol muss bei Sturm Graz ran: Keine Angst vor der Wundertüte

In der fünften Runde der tipico Bundesliga gastiert die WSG Tirol heute (17 Uhr, TT.com-Live-Ticker) in der Merkur-Arena bei Sturm Graz.

So wie in Pasching soll sich die Wattener Jubeltraube auch in Graz wieder bilden.

© gepaSo wie in Pasching soll sich die Wattener Jubeltraube auch in Graz wieder bilden.



Von Tobias Waidhofer

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Wattens, Graz – „Es ist davon auszugehen, dass Wattens eher defensiv agieren wird. Wir müssen Lösungen finden, den Abwehrriegel zu knacken.“ Sturms Offensiv-Mann Jakob Jantscher scheint sich ziemlich sicher zu sein, was heute (17 Uhr, live Sky) in der Merkur Arena auf seine Truppe zukommen wird.

Konfrontiert mit diesen Worten, antwortet WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger verwundert: „Eigentlich sind es ja sie, die defensiv auftreten.“ Eine Analyse, die man auch in Zahlen gießen kann: In den vier bisherigen Bundesliga-Spielen haben die Steirer gerade einmal zwei Gegentreffer kassiert – beide aus Standardsituationen. „Sie waren in der Meisterschaft bisher sehr defensiv orientiert, haben teilweise fünf Mann hinten stehen gelassen“, erklärt Silberberger. Es wirke so, als würde die defensive „Null“ bei Sturm-Coach Nestor El Maestro (ja, er heißt nach einem Namenswechsel wirklich so) über allem stehen.

Neben dem neuen albanischen Angreifer Bekim Balaj hat sich Silberberger besonders Jakob Jantscher („Ein interessanter Spieler, wenn er den Ball hat“) und Philipp Huspek („Er ist pfeilschnell“) als Grazer Gefahrenquellen notiert. Auch von Routinier Christoph Leitgeb gehe – sofern er in der Startelf steht – viel Gefahr aus. Irgendwie gleicht Sturm nach zwei Auftaktsiegen, dem Europa-League-Aus und zwei Niederlagen in Folge einer Wundertüte.

„Wir wissen, was zu tun ist, um gegen die WSG Tirol einen Heimsieg einzufahren“, meinte Sturm-Trainer El Maestro, der erstmals auf Stefan Hierländer setzen kann. Der Respekt vor den Tirolern scheint groß: „Wir erwarten einen taktisch flexibel vorbereiteten Gegner.“

Der „Matchplan“ in Silberbergers Kopf hat natürlich längst Formen angenommen. Dieser wird sich doch von jenem beim LASK (1:1) unterscheiden, die ein oder andere Start­elf-Überraschung scheint möglich. Und bisher ist Trainer Silberberger meist richtig gelegen ...