Letztes Update am So, 15.09.2019 19:02

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Rapid und Altach überrollen ihre Gegner, WAC schlägt Austria

Die Hütteldorfer fertigten die Admira unter Neo-Coach Klaus Schmidt mit 5:0 ab. Altach schoss St. Pölten gar mit 6:0 aus dem Stadion.

Florian Jamnig, Tiroler im Dienste der Altacher, traf beim Schützenfest gegen St. Pölten.

© gepaFlorian Jamnig, Tiroler im Dienste der Altacher, traf beim Schützenfest gegen St. Pölten.



WAC – Austria 3:0

Der WAC hat vor dem Europa-League-Debüt nächste Woche Donnerstag bei Mönchengladbach eine erfolgreiche Generalprobe abgeliefert. Im eigenen Stadion gelang den Lavanttalern am Sonntag ein 3:0 (0:0)-Sieg über die Austria, die damit weiter im Tief ist. Für die Violetten bedeutete das die bereits vierte Niederlage und Platz zehn. Die Wolfsberger stehen auf dem dritten Platz vor Rapid Wien.

In einer anfangs zerfahrenen, kampfbetonten Partie vor den Augen von ÖFB-Teamchef Franco Foda war der WAC bald die bessere Mannschaft. Doch erst nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Überlegenheit auch auf der Anzeigentafel: Marcel Ritzmaier (67.) ebnete den Weg, Goalgetter Shon Weissman (88./Elfmeter) und Anderson Niango (90.) sorgten für den 3:0-Endstand.

Rapid – Admira 5:0

Rapid Wien ist in der Fußball-Bundesliga auf der Siegerstraße geblieben. Gegen Schlusslicht Admira gewannen die Hütteldorfer am Sonntag im Allianz Stadion deutlich mit 5:0 (1:0), nach dem Erfolg im Derby gegen Austria vor zwei Wochen war es der zweite Sieg nacheinander. Das Debüt von Klaus Schmidt als Admira-Coach ging also daneben - dabei schienen die Südstädter vor der Pause lange auf Kurs.

Rapid ging erst in der Nachspielzeit einer durchwachsenen ersten Hälfte durch Philipp Schobesberger (45.+2) in Führung. Die Wiener waren zwar spielbestimmend, hatten aber bis dahin nur wenig wirkliche zwingende Chancen. In der zweiten Hälfte bekamen die Hausherren mehr Räume. Mateo Barac (54.) und Maximilian Ullmann (64.) mit ihren jeweils ersten Rapid-Treffern in der Bundesliga sowie Aliou Badji (65.) und Dejan Ljubicic (81.) sorgten für den höchsten grün-weißen Sieg seit 16. Dezember 2017. Damals hieß es gegen St. Pölten 5:0.

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Altach – St. Pölten 6:0

Mit einem 6:0-(3:0)-Kantersieg über St. Pölten ist Altach am Sonntag eindrucksvoll aus seinem Tief getaucht. Doppelpacks von Mergim Berisha (28., 76.) und Emanuel Schreiner (33., 91.), ein Eigentor von Luan (30.) sowie Florian Jamnig (61.) sorgten im „Ländle“ für den zweiten Saison der Vorarlberger, die St. Pölten in der Tabelle überholten und mit 7 Punkten vorläufig auf Rang acht vorstießen.

St. Pölten, mit fünf Punkten nunmehr Vorletzter, startete vor 3.538 Zuschauern zwar vielversprechend, konnte in Person von Roope Riski seine Chancen aber nicht verwerten. Zweimal war Goalie Martin Kobras (14., 17.) zur Stelle und hatte damit ebenfalls entscheidenden Anteil am Erfolg. Denn in der Folge reichte den Hausherren eine starke Phase bzw. drei Treffer innerhalb von sechs Minuten, um die Partie zu entscheiden.

Die Tore wurden freilich von defensiven Unzulänglichkeiten der Gäste und auch Glück für Altach begleitet. Denn sowohl das 1:0 aus einem Berisha-Freistoß wie auch das folgende Eigentor Luans nach einem Schuss von Samuel Oum Gouet resultierten aus abgefälschten Versuchen. Schreiner vollendete schließlich nach einer Hereingabe von Berisha zum Pausenstand von 3:0. Als es in die Kabinen ging, hatte SKN-Coach Alexander Schmidt bereits Verteidiger Sandro Ingolitsch (41.) wie auch Goalie Christoph Riegler (45.+2) verletzungsbedingt austauschen müssen.

Damit war in der Cashpoint-Arena eigentlich alles gelaufen. Jamnig mit seinem zweiten Bundesligatreffer, Berisha nach einem Foulelfer gegen Manuel Haas, der dafür Gelb-Rot sah (75.), sowie in Überzahl Schreiner nach einem Abstauber in der Nachspielzeit sorgten für den höchsten Altacher Sieg in der Bundesliga-Historie. St. Pölten hingegen wartet weiter auf den zweiten Saisonerfolg und hat als Vorletzter vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Admira.