Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.09.2019


Bundesliga

WSG Tirol winkt gegen Rekordmeister Rapid Rekordbesuch

Am Samstag (17 Uhr) empfängt die WSG Tirol in der 8. Runde der tipico Bundesliga Rekordmeister Rapid Wien. Präsidentin Diana Langes und Trainer Thomas Silberberger setzen auch auf den „zwölften Mann“.

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Von Tobias Waidhofer

Wattens – „Was ist denn hier los? Spielen wir gegen irgendwen Besonderen?“ Dass das mediale Interesse an der WSG Tirol vor den „Wiener Festwochen“ mit den Gastspielen der Großklubs Rapid (Samstag, 17 Uhr, Tivoli) und Austria (Mittwoch, 18.30 Uhr, Gernot-Langes-Stadion) deutlich gestiegen ist, nahm auch Trainer Thomas Silberberger beim gestrigen Medientermin der WSG Tirol launig zur Kenntnis.

Auch wenn Red Bull Salzburg den österreichischen Rekordmeister längst um Meilen abgehängt hat, muss man konstatieren: Rapid zieht! Immer noch! Das zeigt schon allein der Blick auf den Vorverkauf – bis Mittwochabend waren 3500 Tickets über den Ladentisch gegangen. Damit winkt der WSG Tirol Rekordbesuch im Tivoli. Außerdem haben sich die extrem treuen Rapid-Fans mit bis zu 1000 Mann angekündigt. Es sollte also laut werden im Tivoli. Die bisherige Bestmarke lag bei 4600 Anhängern beim Auftakt gegen die Austria.

Das hofft natürlich auch Präsidentin Diana Langes: „Ich habe das Gefühl, dass die Unterstützung der Zuschauer volley in die Beine der Spieler schießt.“ Ganz allgemein zeigt sich die 47-Jährige hochzufrieden mit dem Start in das Abenteuer Bundesliga: „Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs. Man sieht den Zusammenhalt und die Leidenschaft, jeder hilft jedem.“

Auch innerhalb der Mannschaft merke man, dass „kein Spiel wie jedes andere“ anstehe. „Das ist ein Highlight, das wir uns jahrelang gewünscht haben – und jetzt leben wir unseren Traum“, weiß Trainer Thomas Silberberger. Einen wie Edel-Routinier Zlatko Dedic kann der grün-weiße Rekordmeister freilich nicht aus der Ruhe bringen: „Für mich persönlich ist es ein Spiel wie jedes andere, es geht um drei Punkte.“

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U21-Nationalspieler Michael Svoboda kann das nicht behaupten, schließlich spielte er schon als Knirps bei den Hütteldorfern. Mit Dino Kovacec könnte ein weiterer Wattener auf seinen Ex-Verein treffen.

Die sportlichen Vorzeichen sind für Trainer Silberberger klar: „Rapid hat ein Budget von 30 Millionen Euro, wir gründeln mit 6 Millionen herum. Aber wir werden mithalten können und ihnen eine heißen Kampf bieten.“ Schwächen im Umschalten von Offensive auf Defensive und bei Standardsituationen hat der Wörgler längst ausgemacht. Aber: „Rapid ist eine Top-Mannschaft, für mich sind sie auf Augenhöhe mit dem LASK und duellieren sich um die Nummer zwei in Österreich. Über die Nummer eins werden wir die nächsten 15 Jahre nicht mehr reden müssen“, zog Silberberger auch noch einmal den Hut vor überragenden Salzburgern. Es prickelt in Wattens. Und die Hoffnung lebt, dass die Wiener zu Tiroler Festwochen avancieren.