Letztes Update am Mo, 30.09.2019 14:13

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

WSG Tirol verliert Abwehrchef: Cabrera muss unters Messer

Der Verteidiger der WSG zog sich beim 2:2 in Wolfsberg erneut eine Schulterverletzung zu. Die Rolle des Spaniers soll in der Defensive nun Stefan Hager übernehmen.

Schmerz lass nach: Auf WSG-Abwehrchef Ione Cabrera kommt eine lange Pause zu.

© gepaSchmerz lass nach: Auf WSG-Abwehrchef Ione Cabrera kommt eine lange Pause zu.



Von Tobias Waidhofer

Wattens – Überall, wo die Sonne scheint, ist auch der Schatten nicht fern. So auch bei der WSG Tirol, wo nach dem überraschenden 2:2 in Wolfsberg alles eitel Wonne scheint. Die erneute Schulterverletzung von Abwehrchef Ione Cabrera war der Wermutstropfen eines Spiels, das einige Sieger (Keeper Ferdl Oswald, Joker Clemens Walch ...) hervorgebracht hat.

„Diesmal wird er nicht um eine Operation herumkommen“, weiß Trainer Thomas Silberberger, dass der Spanier wohl lange ausfallen wird. „Aber wir haben im Cup gesehen, dass es auch ohne Ione geht“, erinnert der Coach an den 5:2-Sieg gegen die Aus­tria, bei dem Stefan Hager die Dreierkette bestens organisierte. „Er ist mein ,Aggressive Leader‘, gewinnt gefühlt zehn von zehn Zweikämpfen und ist aktuell nicht aus der Start­elf wegzudenken“, stärkt der Trainer dem ehemaligen Wiener Neustädter den Rücken.

Aber zurück zum Wolfsberg-Match, wo in der Nachlese des 2:2 (0:0) auch immer wieder der Name Borussia Mönchengladbach fiel. Was hat die WSG Swarovski Tirol nun besser gemacht als der deutsche Spitzenklub bei der 0:4-Europa-League-Schlappe gegen die Kärntner? „Vielleicht haben wir die richtige Spielanlage. Natürlich war der WAC die bessere Mannschaft, aber wir nehmen den Punkt mit.“ Die Wattener fuhren damit nach dem 1:1-Remis beim LASK den nächsten „Bonus-Punkt“ ein.

Damit hat die WSG drei Punkte mehr eingefahren als die Aufsteiger des Vorjahres (Hartberg, FC Wacker) zu diesem Zeitpunkt – und das, obwohl die WSG fünf der bisherigen neun Matches auswärts absolviert hat. Das nächste wartet schon am Samstag in der Südstadt und verspricht ein ganz anderes Duell zu werden. „Bei der Admira heißt es: Verlieren verboten! Wenn wir da auch noch etwas mitnehmen, sieht es richtig gut aus“, so Silberberger.

Nach einem freien Montag, den Trainer Silberberger heute zur Gartenarbeit nützt („Mein Rasen gehört gemäht“), beginnt am Dienstag die Vorbereitung. Dann wird auch Flo Buchacher wieder ins Training einsteigen.