Letztes Update am Sa, 05.10.2019 19:01

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Nächster Kantersieg für Salzburg, Eigentor ließ Rapid spät jubeln

Während sich der Meister zuhause gegen Altach locker mit 6:0 durchsetzte, musste Rapid auswärts gegen Mattersburg lange um den Sieg zittern.

Salzburger Festspiele Anfang Oktober: Die Bullen machten gegen Altach das halbe Dutzend voll.

© gepaSalzburger Festspiele Anfang Oktober: Die Bullen machten gegen Altach das halbe Dutzend voll.



FC Red Bull Salzburg - SCR Altach 6:0 (3:0)

Red Bull Salzburg setzte den Erfolgslauf in der Bundesliga souverän fort. Der Tabellenführer fertigte am Samstag den völlig mut- und chancenlosen SCR Altach mit 6:0 (3:0) ab und baute den Vorsprung zumindest bis Sonntag auf acht Punkte aus. Sekou Koita (5.) machte früh den Anfang, Patson Daka legte einen Triplepack (11., 24., 59.) nach.

Nach dem 3:4-Spektakel von Liverpool setzte Trainer Jesse Marsch wie schon gewohnt auf Rotation. Marsch brachte sieben neue Spieler und ließ defensiv wieder einmal mit einer Dreierkette spielen. Die Umstellungen und auch der Ausfall von Bundesliga-Toptorjäger Erling Haaland wegen eines Blutergusses im Hüftbeugemuskel hatten auf den Salzburger Spielfluss aber keine negativen Auswirkungen.

Das Geschehen spielte sich fast nur in der Hälfte der dezimierten Altacher ab, die fünf Stammspieler vorgeben mussten. 19:0 Schüsse standen zur Halbzeit zu Buche, über die gesamten 90 Minuten waren die extrem defensiven Vorarlberger nur so etwas wie ein Sparringpartner.

Bereits nach 24 Minuten war klar, dass die unglaubliche Heimbilanz der Roten Bullen in Pflichtspielen (13. Sieg hintereinander, 71. Spiel ohne Niederlage) nicht in Gefahr war. Der 19-jährige Koita eröffnete den Torreigen nach Lochpass von Mohamed Camara. Den nächsten idealen Pass in die Tiefe verwertete Daka, der in der 24. Minute auch auf 3:0 erhöhte. Salzburg-Torhüter Cican Stankovic musste dagegen erst in der 32. Minute bei einem harmlosen Schuss erstmals zupacken.

Nach der Pause hatte zunächst Majeed Ashimeru die große Chance auf den vierten Treffer. Nach einem leichten Schubser von Manuel Thurnwald an Koita entschied Schiedsrichter Harald Lechner auf Elfmeter, den schwachen Schuss von Ashimeru konnte Torhüter Reuf Durakovic parieren (53.). Sechs Minuten später war er aber wieder machtlos, als Daka aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Der 20-Jährige hält damit schon bei neun Saisontreffern, in der Torschützenliste liegt nur Teamkollege Haaland (11) vor ihm.

Die eingewechselten Smail Prevljak (81.) und Hwang Hee-chan (86.) machten im Finish das halbe Dutzend voll.

SV Mattersburg - SK Rapid wien 2:3 (1:1)

Rapid baute seine Auswärtsserie in der Bundesliga glücklich aus. Die Hütteldorfer feierten am Samstag im Pappelstadion einen Last-Minute-3:2-Sieg und nahmen damit zum vierten Mal in Folge in der Fremde drei Punkte mit.

Die Wiener schafften zudem zumindest für einen Tag den Sprung auf Rang drei der Tabelle. Sie sind punktgleich mit dem LASK, der am Sonntag in Hartberg zu Gast ist und einen Zähler vor dem WAC, der zu Hause St. Pölten empfängt.

Die Entscheidung brachte ein Eigentor von Victor Olatunji (89.), der einen Knasmüllner-Schuss per Kopf ins eigene Tor lenkte. Zuvor hatten Taxiarchis Fountas (45.+3) und Christopher Dibon (69.) zweimal für die mittlerweile fünf Ligaspiele unbesiegten Gäste ausgeglichen. Die Mattersburg-Tore gingen auf das Konto des verletzt ausgeschiedenen Andreas Gruber (28.) und des Ex-Wacker-Kickers Andreas Kuen (47.).

Rapid setzte sich gegen Mattersburg erst in der Schlussphase durch.
Rapid setzte sich gegen Mattersburg erst in der Schlussphase durch.
- APA