Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 04.11.2019


Regionalliga Tirol

Reichenau-Sieg gegen Zirl: Zumindest bei Mader sind sich alle einig

Beim 4:2 gegen Zirl wurde für Reichenau-Routinier Alex Mader noch einmal der rote Teppich ausgerollt.

Der „Lange“ sagte Ade – Reichenau-Obmann Gernot Amoser (l.) und Zampano Adi Stastny verabschiedeten Edelroutinier Alex Mader.

© Amir BeganovicDer „Lange“ sagte Ade – Reichenau-Obmann Gernot Amoser (l.) und Zampano Adi Stastny verabschiedeten Edelroutinier Alex Mader.



Von Alex Gruber

Innsbruck — Seit seinem Wechsel zur Reichenau 2008 hat der Ex-ISKler Alex Mader bei den Rot-Schwarzen in (fast) elf Jahren alles erlebt. Zweimal stieg er aus der Regionalliga (2011 und 2016) ab, zweimal als Meister der Tiroler Liga (2015 und 2018) wieder auf. Beim dritten Titel mit Mader (2012) verzichteten die Reichenauer auf den Aufstieg in die Westliga. Bei einem TFV-Cupsieg (2015) war der baumlange Defensivturm auch mittendrin statt nur dabei.

„Er war der Größte und Längste", flachst TFV-Vizepräsident und „(Ex-)Mister Reichenau" Adi Stastny, der weiß, dass es so viel Handschlagqualität („Mit ihm waren die Verhandlungen in zwei Minuten in der Kantine erledigt") und Vereinstreue nur noch selten gibt.

„Wir haben 2008 bei der EURO und einer Nacht-und-Nebel-Aktion alles fixiert", erinnerte sich Mader an seinen Wechsel zur Reichenau. Am Sonntag in seinem letzten Match kommentierte er auch seine Gelbe Karte launig: „Ich wäre dem Gegner einfach nicht mehr nachgekommen." Dass es ein weiteres Comeback geben wird, schließt der Familienvater (Sohn Luis ist eineinhalb Jahre) aus: „Wenn wir verloren hätten, hätte ich es mir aber überlegt. So passt es gut", legt es der Angestellte der Tiroler Gebietskrankenkasse jetzt gemütlicher an.

„Ich glaube, er war froh, dass er in der 55. ausgewechselt wurde", scherzte Reichen­au-Coach Gernot Glänzer über seinen Edelroutinier, um gleich hinterherzuschicken: „Eine Legende hat aufgehört." Zum Heimsieg vermerkte der SVR-Coach: „Über 90 Minuten war es, glaube ich, verdient, wenngleich die Zirler mit ihrer Qualität zwischenzeitlich gedrückt haben."

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„Ich würde sagen, wir haben von Anfang bis zum Ende gedrückt. Sie haben fast aus jeder Chance getroffen und wir haben zwei Standard-Tore kassiert", haderte Zirl-Coach Martin Hofbauer nach der sechsten Niederlage in Serie einmal mehr mit fehlender Effizienz: „Die Jungs geben alles. Wir waren sogar in Unterzahl obenauf." Hauptdarsteller Mader schickte auch der „Hofi" mit lobenden Worten in die Fußball-Pension: „Ich schätze ihn auch sehr als Mensch. Er ist ein echtes Vorbild."