Letztes Update am Mo, 11.11.2019 12:48

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bundesliga

Der Panikknopf bleibt bei der WSG vorerst in der Kiste

Von den jüngsten fünf Bundesliga-Spielen hat die WSG Tirol vier verloren. Panik kommt (noch) keine auf. Nach der Länderspielpause warten drei harte Brocken.

Ferdl Oswald ist aktuell nicht zu beneiden. Der Kapitän sieht die WSG in „gefährlichem Fahrwasser“.

© gepaFerdl Oswald ist aktuell nicht zu beneiden. Der Kapitän sieht die WSG in „gefährlichem Fahrwasser“.



Von Tobias Waidhofer

Wattens — WSG-Tirol-Trainer Thomas Silberberger hat heute einen Termin mit dem Vorstand. Bevor die Gerüchteküche aber zu brodeln beginnt, galt es klar zu stellen, dass das Zusammentreffen nichts mit der „nicht besonders schönen Momentaufnahme" nach dem 1:5 gegen St. Pölten zu tun habe, sondern von langer Hand geplant sei.

Schon direkt nach dem Abpfiff hatte sich der Coach schützend vor seine Mannschaft gestellt. Das wiederholte der Wörgler gestern noch einmal: „Auch wenn es blöd klingt: Wir waren zur Pause zwar 1:3 hinten, haben aber keine schlechte Performance abgeliefert." Das würden auch die Zahlen des Spiels bestätigen: Mehr Eckbälle, mehr Ballbesitz und eine bessere Passquote nützen aber nichts, wenn man — wie zum Beispiel Flo Buchacher beim Elfmeterfoul vor dem schlussendlich entscheidenden 1:4 — mit individuellen Fehlern vieles konterkariert.

Der Panikknopf soll im WSG-Lager aber auch nach der zweiten empfindlichen Pleite in Folge unberührt bleiben. „Tabula rasa bringt jetzt nichts", beginnt Silberberger. „Meine Stärke ist es, auch in schwierigen Zeiten ruhig zu bleiben." Als Beispiel führt der 46-Jährige das Frühjahr der Aufstiegs-Saison an: „Als uns Ried überholt hat, hat keiner mehr einen Cent auf uns gesetzt. Aber wir haben dran geglaubt. Das hab' ich der Mannschaft direkt nach dem Match auch gesagt."

Nach drei freien Tagen ruht die Hoffnung auch auf der Rückkehr der verletzten bzw. kranken Akteure (Rieder, Walch, Adjei). Das Programm nach der Länderspielpause (LASK/h, Sturm/h, Salzburg/a) hat es jedenfalls ziemlich in sich.