Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 10.12.2015


Volleyball

Das Reiseziel heißt Augenhöhe

Auf die TI-Damen wartet im Europacup heute Neuchatel. Die Schweizerinnen gehen als klare Favoritinnen in das Duell.

Nach dem starken Heimauftritt im Europacup müssen sich die TI-Damen auch in der Schweiz gegen Neuchâtel mächtig ins Zeug legen.

© gepaNach dem starken Heimauftritt im Europacup müssen sich die TI-Damen auch in der Schweiz gegen Neuchâtel mächtig ins Zeug legen.



Von Roman Stelzl

Innsbruck – Mit zwei Mini­bussen machten sich die Volleyballerinnen der Turnerschaft Innsbruck samt Funktionären und Betreuern gestern Vormittag zum Europacup in die Schweiz auf. Ob es die letzte Reise dieser Art für heuer war? Es sah ein wenig danach aus. Und es klang auch danach, als TI-Obmann Michael Falkner kurz vor der Abreise sagte: „Gegen den RSD Walfers hab­e ich noch gesagt: Das ist ein Gegner auf Augenhöhe. Aber Neuchâtel sieht über uns hinweg. In ihrer Sichtweise sind wir kein Gegner für sie.“

Walfers war der Verein aus Luxemburg, den die Losfee in die Qualifikation zum Challenge Cup nach Innsbruck gezaubert hatte. Der Erfolg über Walfers vor wenigen Wochen ging als der größte in die nunmehr 17 Jahre während­e TI-Europacup-Geschichte ein. Heute (20 Uhr) wartet die Belohnung in Runde eins des Challenge Cups – und sie heißt Viteos Neuchâtel Université. Die Schweizer sind aktuell Dritter der höchsten nationalen Liga. Sechs von acht Saisonspielen endeten siegreich, zwei US-Legionäre verdunkeln im Angriff die Hallenlichter. Der Gegner ist also auch hier nicht auf Augen­höhe, da hatte Falkner Recht.

Aber wer fast 450 Kilometer oder fünf Stunden durch die Schweiz gondelt, wird das nicht mit der Absicht tun, 0:3 zu verlieren. „Wir müssen 120 Prozent geben. Es sind alle Spielerinnen dabei, wir können befreit aufspielen. Es ist für uns ein Spiel ohne Stress“, ergänzte Falkner.

Auch die Studentinnen haben sich die Auszeit genommen, selbst wenn am Freitag um acht Uhr erneut die Klausuren warten und es danach am Freitag wieder in die Steier­mark zum Liga-Auswärtsspiel bei Eisenerz geht. Aber Europa­cup möchte sich nun einmal keiner entgehen lassen – und der Wille zur Sensation soll die TI-Damen zumindest im ersten Duell auf Augen­höhe heben. Damit es dann am 16. Dezember in Innsbruck nicht nur ein einfaches Rückspiel gibt. Sondern ein spannendes Finale um den Aufstieg in Runde zwei.