Letztes Update am Mo, 03.04.2017 16:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Akademie Tirol

Der Ruf der Insel ereilt die Tiroler Fußball-Talente

Das Spannungsmoment geht in der Fußball-Akademie nie verloren. Der FC Sunderland (ENG) hat Simon Rumer zum Probetraining eingeladen.

© Rudy De MoorSeine Zweikampfstärke dürfte Simon Rumer auch beim Probetraining in Sunderland zugute kommen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Vier Punkte gegen Ried, neue Trainingskooperation mit der WSG Wattens, bald eine Doppelspitze (Helmut Lorenz, Roli Kirchler) und ein ausbaufähiger Draht zum FC Wacker Innsbruck, für den die heimische Akademie die Talente (eigentlich) ausbilden sollte – so präsentiert sich die Lage Anfang April 2017.

Dabei wachsen in erster Linie im Jahrgang 2001, der jetzt in der U16 kickt, Talente heran, die teils sogar der Ruf von der Insel ereilt. ÖFB-Teamspieler Simon Rumer punktet mit Mentalität und Zweikampfstärke dermaßen, dass er eine Einladung zu einem Probetraining beim FC Sunderland erhielt. In den Osterferien soll es so weit sein. Dribblanski Matthäus Taferner stehen die Türen beim SC Freiburg seit Wochen sperrangelweit offen. Und auch andere ÖFB-Teamkräfte wie Kapitän Clemens Hubmann, Robert Martic, Florian Kopp oder Fabian Leitner halten gute Karten. „Es sind viele technisch beschlagene Spieler dabei und es gibt immer wieder gute Jahrgänge“, sagt U16-Coach Sammy Glatz, will den Ball mit einem Schmunzeln aber auch betontermaßen flach halten: „Sie müssen auch die Pubertät überstehen.“

Der Faktor Mentalität beschäftigt Lorenz, Glatz, Stefan Landauer (U16) oder Andreas Spielmann (U18). Landauer hält nach der späten Niederlage gegen Ried fest: „Wir brauchen kein Mitleid, sondern wollen weiterarbeiten. Wir waren gegen Ried nicht besser, sondern viel besser.“ Das zweite Tor fehlte. Im Prinzip müsse man die Entwicklung jedes Einzelnen verfolgen. Nicht stromlinienförmig, das Leben und der unterschiedliche Charakter der Jungs ist ja kein ruhiger Fluss. Auch „Bären“ wie Rumer oder Siller (FC Wacker) wecken den Mut.