Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 10.06.2017


Football

Keine Kanone, 4000 Zuschauer und ein Titel

Für die Footballer der Swarco Raiders geht es heute (19 Uhr, Tivoli) beim CEFL-Finale um den ersten Titel. Die Kanone wird allerdings stumm bleiben.

Besonders die Defensive der Swarco Raiders (schwarz) wird heute im CEFL-Endspiel gegen den serbischen Meister gefragt sein.

© StiegBesonders die Defensive der Swarco Raiders (schwarz) wird heute im CEFL-Endspiel gegen den serbischen Meister gefragt sein.



Innsbruck – Angenehme Temperaturen, erwartete 4000 Zuschauer und ein europäisches Endspiel (CEFL) vor heimischer Kulisse – Football-Herz, was willst du mehr? Einen Kanonenknall bei jedem Touchdown, würden wohl eingefleischte Fans sagen. Damit können die Innsbrucker erneut nicht dienen, dafür aber mit einer Show „light“, wie General Manager Gerwin Wichmann bestätigte.

Sportlich darf Headcoach Shuan Fatah gegen den serbischen Meister, die Kragujevac Wild Boars, auf den ersten CEFL-Titelgewinn hoffen. Fatah: „Wir haben am Anfang der Saison gesagt, dass wir in jedes Finale wollen. Jetzt ist es so weit und vor unserem Heimpublikum wollen wir nun den entscheidenden Schritt tun.“

Was den Kader betrifft, sind die wichtigsten Stützen wieder mit an Bord. Unter anderem hatte eine Grippewelle den Innsbrucker Footballern stark zugesetzt. Besonders die Rückkehr von Sandro Platzgummer – der schon gegen Graz wieder auf dem Feld stand – wird der Offensive guttun.

Wie sieht der General Manager der Raiders die Ausgangslage? „Das wird ein Highlight! Wir sind bestens vorbereitet.“ Und vorgewarnt. Denn in den letzten drei Spielen setzte es gegen Wien (AFL) und das US-College (Battle4Tirol) jeweils eine Niederlage, gegen Graz (AFL) gab es dann einen spektakulären 56:49-Heimerfolg. Wichmann: „Da haben unsere Angriffsreihen super gespielt, die Verteidigung sah das ein oder andere Mal etwas alt aus.“

Apropos Kontrolle – was die Kanonen-Problematik betrifft, wurden nun Proben vom Rasen im Tivoli entnommen. Nächste Woche wird klar sein, was den Rasen tatsächlich zerstört hat. „Zehn Jahre war nichts, jetzt auf einmal soll es die Kanone sein. Wir hoffen auf gute Nachrichten für alle Beteiligten“, kommentierte Manager Wichmann.

Auf ein optisches und akustisches Spektakel muss man heute nicht verzichten. „Es wird eine Lichtshow und zumindest akustisch ein Knall ertönen, wenn wir einen Touchdown erzielen“, beschrieb Wichmann die „Light-Version“. (suki, a.m.)