Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 15.10.2017


Regionalliga West

Bittere Pillen für Kitzbühel und Wörgl

Während der SC Schwaz souverän siegte, mussten der FC Kitzbühel und der SV Wörgl jeweils unnötige Niederlagen schlucken.

© www.muehlanger.atBeim tollen Freistoßtreffer von Raul Baur war die Kitzbüheler Welt noch in Ordnung.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck — Spiele in der klaren Favoritenrolle sind nicht immer die leichtesten, aber der SC Schwaz hat die Rolle des Goliaths am Samstag gegen Alberschwende richtig gut angenommen. Der 4:0-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Vorarlberg war nie gefährdet. „Wir waren von der ersten Minute an klar besser", wusste Trainer Berhard Lampl, der mit seinem Team damit den Status als beste Tiroler Westliga-Truppe erneut bestätigen konnte.

Eine bittere Pille musste hingegen der FC Kitzbühel schlucken. Das entscheidende Gegentor bei der 1:2-Niederlage gegen Seekirchen fiel in der 93. Minute nach einer Standardsituation. „Ärgerlich", fand Trainer Alex Markl. „Wir hätten das richtige Verhalten eigentlich besprochen gehabt."

Einen richtigen Querlauf hat derzeit der SV Wörgl — und auch beim bisherigen Schlusslicht FC Pinzgau wollte dieser nicht enden. Im Gegenteil: Das 1:2 tat richtig weh. „Wir bringen es immer wieder zusammen, gegen den Letzten zu verlieren. Das war vergangenes Jahr permanent so und ist heuer nicht anders", haderte Trainer Denis Husic, der auch viele vergebene Chancen beanstandete. Was es jetzt zu tun gilt? „Die Mannschaft mental anpacken", weiß Husic. Allerdings sei das Team auch selbst gefordert: „Sie müssen das aus den Köpfen kriegen und endlich aufwachen. Es nützt nichts, wenn ich rede und rede." Doch wer die Wörgler Stehaufmanderln kennt, weiß: Bisher sind Baydar und Co. immer wieder zurückgekommen ...

Torschütze Johannes Kinzner und Co. durften jubeln – der SC Schwaz gewann gegen Alberschwende locker mit 4:0.
- Jakob Gruber