Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 28.11.2017


Bezirk Landeck

„Eine Saison, die man nicht haben will“

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Landeck – 2017 – das war nicht das Jahr der Weltklasse-Kletterin Magdalena Röck (23). Der Fokus ist auf 2018 gerichtet: Heim-Weltmeisterschaft in Innsbruck (6.–16. September) heißt das Motto.

Rückblick: „Es war eine Saison, die keiner haben will. 2017 war für mich eine echte Herausforderung. Ich habe das ganze Jahr gekämpft und es war ein ständiges Auf und Ab. Wegen der 2016 erlittenen Fingerverletzung im Heimweltcup in Imst konnte ich trotz hohem Engagement den Winter über und das ganze Frühjahr nur eingeschränkt trainieren. Nach einer erneuten Behandlung wurde ich erst nach den Weltcups im Juli schmerzfrei und konnte wieder richtig trainieren. Bis dahin musste ich aber bereits die Europameisterschaft und die Weltcups in Villars und Chamonix streichen.“

Ihr Einstieg in die Saison erfolgte in Briancon Ende Juli 2017 mit dem 32. Platz. Es folgten Weltcups in Arco (39.), Edinburgh (21.), Wujiang (25.) und Xiamen (17.). Das Weltcupfinale in Kranj/Slowenien (48.) war mehr Frust als Lust. „Vermutlich setzte ich mich zu sehr unter Druck, der Kopf überhaupt nicht mehr mit.“

Kurios, aber wahr: „Im Oktober 2017 fühlte ich mich bereits wieder ziemlich fit – das Training stimmte mich zuversichtlich. Dennoch merkte ich bei den Weltcups die mangelnde Routine im heurigen Jahr und ich musste mich in Wujiang mit dem 25. und in Xiamen mit dem 17. Rang zufriedengeben. Ich bin nun froh, dass diese Saison zu Ende ist – ich gebe nicht auf, sondern starte motiviert in die nächste Saison. Das bin ich mir ja selbst auch schuldig“, sagt Röck.

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Auch wenn diese Saison alles andere als positiv für sie verlief, habe sie noch nie so viel über sich selbst gelernt. „Ich bin Gott sei Dank schmerzfrei und werde nächstes Jahr wiederum sehr ernst trainieren – ich freue mich auf die kommende Saison mit der Heimweltmeisterschaft in Innsbruck.“ (za)