Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 21.12.2017


Behindertensport

Ein Wikinger stahl Rabl im Kühtai die Show

© gepa



Der Weg zu den Paralympics nach Pyeongchang (KOR) führt über das Kühtai. Und er ist anspruchsvoller denn je: Auf der vereisten Hohe-Mut-Piste im Kühtai absolvieren die Behindertensportler noch bis morgen ihren Weltcup-Auftakt. „Die Strecke ist dieses Jahr eine extreme Herausforderung für jeden Läufer", erklärte ÖSV-Cheftrainer Eric Digruber, der gemeinsam mit anderen Betreuern die Strecke mit Wasser behandeln musste, um Schläge in der Piste zu vermeiden.

Im Kühtaier „Eiskanal" kam gestern erneut Claudia Lösch (Damen sitzend) bestens zurecht. Die Wahl-Innsbruckerin wiederholte ihren Riesentorlauf-Sieg vom Vortag und verwies die Japanerin Momoka Muraoka (+3,70 Sek.) auf Rang zwei. Der Söller Roman Rabl (Herren sitzend) musste nach Platz fünf am Dienstag gestern als Sechster erneut einen kleinen Dämpfer einstecken. Der 18-jährige „Wikinger" Jesper Pedersen (NOR) stahl dem Tiroler die Show und feierte seinen zweiten Saisonsieg. „Roman war mit dem Rennen nicht zufrieden, er hat viel mehr drauf", sagte Digruber. Der Volderer Simon Wallner schied im zweiten Durchgang aus. In der Kategorie Herren stehend landeten mit Markus Salcher (6.), Nico Pajantschitsch (9.) und Martin Würz (10.) drei ÖSV-Fahrer in den Top Ten und lösten damit wie Lösch und Rabl vorzeitig das Ticket für Korea. (ben)