Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 01.05.2018


Handball

Sein oder Nichtsein: Schwaz mobilisiert noch mal alle Kräfte

In Bestbesetzung wollen die Schwazer Handballer heute (19 Uhr) das Saisonende abwenden. Gegen Krems braucht es im HLA-Viertelfinale eine Steigerung.

© gepa/Amir BeganovicKrems soll Handball Tirol Schwaz (mit Srdjan Predragovic) heute nicht stoppen.



Von Roman Stelzl

Schwaz – Die Schwazer Sehnsucht nach einem Erfolg gegen Krems ist 515 Tage alt. Der letzte Sieg gegen die Handballer aus Niederösterreich datiert aus dem Jahre 2016. Das Ergebnis: 26:25. Eine knappe Partie, was sonst, ist man geneigt zu sagen, pendeln die Duelle von Handball Tirol und Krems für gewöhnlich doch zwischen den Genres Krimi, Drama und Thriller.

Heute (19 Uhr) droht das keineswegs anders zu sein. Nur gilt dieses Mal: Verlieren verboten. Sonst ist die Saison in der höchsten Handball-Liga (HLA) nach Spiel zwei des Viertelfinales gelaufen. Das soll natürlich mit Händen und, wenn nötig, auch mit Füßen verhindert werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir das packen. In den letzten Wochen haben wir uns gut zusammengerauft, jetzt braucht es aber noch eine Steigerung gegenüber Spiel eins“, gibt Sportdirektor Thomas Lintner vor. Das erwähnte erste Spiel hatten die Schwazer auswärts mit 25:28 verloren – im „Duell auf Augenhöhe“ (Lintner) ist das in dieser Höhe fast schon eine kleine Abfuhr.

Deshalb wird in der heutigen zweiten Partie der „Best of three“-Serie noch einmal alles in die Waagschale geworfen. Der Kader ist vollständig, die Schwazer werden unter Trainer Frank Bergemann in Bestbesetzung auflaufen. Erwartet wird eine starke Partie (600 Zuschauer finden Platz). „Und die Mannschaft hat sich eine volle, laute Hall­e verdient. Mit einer tollen Stimmung im Rücken können wir den Ausgleich in der Serie schaffen“, mobilisierte Coach Bergemann auch abseits des Spielfelds alle Kräfte.

Mit dem ersten Saisonsieg gegen Krems, als Fünfte des Hauptdurchgangs nur ein Rang vor Schwaz, soll auswärts ein Entscheidungsspiel (5. Mai) erkämpft werden und dort wie im Vorjahr das HLA-Halbfinale fixiert werden.

Aber das ist schon zu viel der Zukunftsmusik. Fürs Erste heißt es aggressiv auftreten und das Deckungs­spiel in den Griff bekommen, denn mit dem war Sportdirektor Lintner in Partie eins zu Beginn so gar nicht zufrieden: „Wir müssen über 60 Minuten unser Spiel durchziehen und dürfen uns keine Fehler erlauben. Gegen Krems entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage.“