Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 03.06.2018


UPC Tiroler Liga

Güclüs Sorgen werden sicher nicht weniger

Kematen durfte daheim ein 4:2 gegen Hall bejubeln. Zams muss um den Klassenerhalt bangen, vermeldete aber einen neuen Coach.

© Michael KristenDer Kemater Clemens Oberforcher mit einer formvollendeten eingesprungenen Grätsche im Zweikampf mit Balazs Attila Katz (Hall, r.).Foto: Kristen



Von Alois Moser

Kematen – 2:4 in Kematen verloren – und trotzdem hatte Halls Trainer Akif Güclü gestern ganz andere Sorgen. Der Aufstiegskampf der Zweiermannschaft bereitet nämlich Kopfzerbrechen.

„Wir haben sowohl bei der Kampfmannschaft als auch bei den Zweiern einen Querlauf“, haderte Güclü vor allem mit der angespannten Personalsituation. Die Gegentore in Kematen seien allesamt „unglücklich“ gewesen: „Einen Punkt hätten wir uns verdient gehabt.“ Viele Ausfälle sorgen dafür, dass das Saisonfinish für Güclü zur Denkaufgabe wird: „Ich muss vor den letzten beiden Runden festlegen, wer in welcher Mannschaft zum Zug kommt.“ Mit den Zweiern soll der Aufstieg in die 1. Klasse her – dafür ist auch Güclü selbst als Spieler eingeplant.

Kematens Trainer Markus Schnellrieder war indes mit der Leistung seiner „Blues“ nicht unzufrieden: „Wir haben nicht gut gespielt, aber die kämpferische Leistung war super.“ Gegen spielerisch starke Gegner sei sein Team gewöhnlich „konzentrierter und bissiger.“ Nachsatz mit einem Schmunzeln: „In Mayr­hofen erwarte ich also wieder eine Gala.“

Zams muss indes weiter auf die Fixierung des Klassenerhaltes warten. In Kundl setzte es ein 0:5. „Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale“, kommentierte der Sportliche Leiter Walter Haid. Man habe es aber „nach wie vor selbst in der Hand“: „Wir müssen schauen, dass wir den Kopf hochbringen.“ Vom Saisonergebnis unabhängig wird Florian Schlatter das Traineramt ab Sommer zurücklegen. Übernehmen wird Seefeld-Trainer Josef Haslwanter. „Wir haben uns aus mehreren Kandidaten für ihn entschieden“, freut sich Haid schon auf seinen Wunschtrainer.