Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 14.06.2018


Reitsport

Große Freude trotz kleiner Chance auf Titelverteidigung

Ohne Hocus Pocus reist Catrin Glötzer-Thaler zu den Tiroler Meisterschaften. Die Titelverteidigung ist dadurch in weite Ferne gerückt.

© gepaZur Meisterschaft bleibt Glötzer-Thalers bestes Pferd im Stall.



Kitzbühel – Trotz der geringen Erfolgsaussichten auf die Titelverteidigung ist die Vorfreude auf die Tiroler Meisterschaften im Springreiten bei Catrin Glötzer-Thaler groß. „Ich fahre echt gerne nach Kitzbühel, es ist ein liebes Tiroler Turnier“, schwärmt die Wiesingerin. Weil die amtierende Staats- und Tiroler Meisterin ihr bestes Pferd Hocus Pocus daheim im Stall lässt, geht die 38-Jährige davon aus, ihren Landestitel zu verlieren.

Wahrscheinlich wird Nachwuchspferd Vagabund gesattelt. Mit dem 7-jährigen Wallach ist die Amazone erst dreimal in der höchsten Klasse S geritten. „Und erst einmal davon war er fehlerfrei. Favoriten sind für mich die zwei Christophs“, sagt Glötzer-Thaler. Die zweifache Mutter meint damit ihre geschätzten Kollegen und starken Herausforderer Christoph Nothegger und Christoph Obernauer. Zweiterer ist mit seiner Mutter Cornelia Ausrichter der Titelkämpfe mit insgesamt 116 genannten Pferden.

Warum Glötzer-Thaler ihr bestes Pferd nicht sattelt? Weil der Hengst vergangenes Wochenende beim stark besetzten internationalen Reitturnier in Treffen (K) im Einsatz war und beim Höhepunkt, der Zwei-Stern-Prüfung, auf dem guten sechsten Platz landete. Er braucht eine Pause, damit er im Juli für den Abschluss der höchsten österreichischen Sprungserie, des Casino Grand Prix, fit ist. Dort liegt Glötzer-Thaler nach drei von vier Bewerben hinter Dieter Köfler. „Er ist von den Punkten nicht mehr einholbar“, erklärt sie. Trotzdem trübt auch das nicht ihre Vorfreude auf das Turnier in Zeltweg: „Ich bin auch mit dem zweiten Platz zufrieden.“ (su)