Letztes Update am Fr, 15.06.2018 22:19

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UPC Tirol Liga

Das blau-gelbe Wunder blieb aus: Silz/Mötz steigt ab!

Im letzten Spiel von Trainer und Kapitän schaffte St. Johann die Sensation: Mit einer 4:0-Gala gegen Silz/Mötz fixierte man den Klassenerhalt.

© Thomas BöhmSt. Johann feierte den Klassenerhalt.



Von Alois Moser

Mötz – Fünf Runden vor Schluss war St. Johann bereits so gut wie fix als Absteiger festgestanden: Fünf Siege später dürfen die Unterländer über den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt jubeln. Und das hochverdient: Mit einer 4:0-Gala im direkten Abstiegsduell gegen Silz/Mötz schickte man stattdessen den Gegner eine Liga tiefer.

Die in einer tiefen Krise steckenden Oberländer hatten die erste Torchance, doch die Treffer erzielten die Gäst­e: Bliem traf zur umjubelten Führung für die St. Johanner (17.), denen ja auch ein Remis gereicht hätte. Doch die Unterländer spielten gegen Silz/Mötz, dem nach dem ersten Gegentor der Stecker gezogen worden war, weiter auf Sieg: Kapitän Peter Grander schoss in seinem letzten Spiel das 2:0 zur Vorentscheidung (41.).

Wer aber gedacht hatte, die für gewöhnlich heimstarken Oberländer würden versuchen, das Ruder noch einmal herumzureißen, sah sich getäuscht: Zwei tolle Treffer wiederum von Bliem (58.) und von Lovrec (65.) machten alles klar.

Roland Springinsfeld, der sich mit dem Klassenerhalt von seiner „Charaktertruppe“ verabschiedete, hatte vor dem Spiel kein bisschen gezweifelt: „Ich habe zu ihnen gesagt, heute zählt nur der Sieg.“ Nicht zuletzt die tolle Stimmung im Verein und die vielen mitgereisten Fans hätten zum Erfolg beigetragen: „Das ist wirklich eine tolle Geschichte.“ Und auch sein Herzenswunsch erfüllte sich: „Ich bin als Spieler wie auch als Trainer nie abgestiegen.“

Damit ist nach sechs Jahren, in denen Aleks Matic und sein­e „Oberländer Gladiatoren“ stets mit viel Einsatz die Klasse halten konnten, das Kapitel Tiroler Liga für die SPG vorerst zu Ende. Die zuletzt geäußerten großen Pläne dürften fürs Erste wohl ad acta gelegt werden. „Ich muss dem Gegner gratulieren, sie haben es sich verdient“, blieb Matic auch in der Stunde der Niederlage sportlich fair: „Aber wir wollen so schnell wie möglich wieder aufsteigen.“