Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 10.07.2018


Tennis

Lust und Frust auf der Kramsacher Tennis-Länd

Nach mehr Lust auf Tennis der Marke Gabriel Huber folgte gestern beim Kramsacher Future-Turnier Frust von Alexander Erler.

© gepaTrotz seines gestrigen Ausscheidens machte der Tiroler Gabriel Huber mit seinem Spiel Werbung für den Tennissport.Foto: gepa



Von Robert Ullmann

Kramsach – In Wimbledon sind es die Erdbeeren. Beim Future-Turnier in Kramsach kommt kaum einer am umfangreichen Kuchen-Buffet vorbei. Jedes Stück ein Genuss. Zu Billig-Preisen. Aber Zubrot für die Vereinskasse. Weil Ehrenamt beim Tennisclub großgeschrieben wird, sorgen zudem 40 Freiwillige unter der Regie von Turnierdirektor Werner Auer eine Woche lang für beste Bedingungen für die Jung-Profis.

In den Genuss der Wild Card für das mit 15.000 Dollar (12.781 Euro) dotierte Turnier kamen mit Sandro Kopp, Philipp Schroll und Gabriel Huber drei Tiroler. Als Erster war der „verlorene Sohn“ des TTV, Gabriel Huber, im Einsatz, den es vor fünf Jahren in die Südstadt zog.

Auf der Länd, wo sie einst Holz aus der nahen Ache zogen, war der 18-Jährige knapp daran, seinen ersten ATP-Punkt an Land zu ziehen. Er verlor in drei Sätzen gegen Jorge Brian Panta (PER). „Mir fehlt noch die Matchpraxis und die Konstanz, um gegen solche Gegner zu gewinnen“, resümierte er. Seine Vorstellung nach einer achtmonatigen Verletzungspause und seinem erst zweiten Turniereinsatz (nach der Qualifikation in Telfs) weckte in Kramsach mehr Lust auf Tennis seiner Marke.

Frust regierte in Folge dagegen unter den vielen Fans am Center Court. Einerseits, weil Alexander Erler (Kufstein) beim Spielstand von 6:7, 0:3 gegen Lukas Ollert (GER) ohne Angaben von Gründen das Handtuch warf. Andererseits, weil sein Auftritt mit der Zertrümmerung des Rackets und anschließendem „Weitwurf“ keine Werbung für den Tennissport war. Wenig später ließ sich der 20-Jährige übrigens wegen einer Handgelenks-Verletzung aus dem Doppelbewerb nehmen. Werbung in eigener Sache – das haben sich Philipp Schroll und Sandro Kopp vorgenommen. Die beiden Tiroler stehen heute am Court.




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