Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 12.07.2018


Tennis

Der weite Weg der Bambinis an die Spitze führt über Kufstein

Für den Bambini Cup (ab Samstag) fahren die Shuttles über 4000 Kilometer. Schon viele prominente Tennis-Asse schlugen einst in Kufstein auf.

© gepaVor elf Jahren schlug Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem in Kufstein auf.



Von Roman Stelzl

Kufstein – Über 400 Tennis-Spieler, mehr als 700 Partien und dazu noch jede Menge logistischer Großaufwand: Der Kufsteiner Bambini Cup (Qualifikation ab Samstag) hat sich längst einen Namen als eines der größten Nachwuchsturniere (U12, U14) Europas gemacht. Und wer solch einen edlen Status behalten will, der darf natürlich nicht mit Einsatz geizen.

„Unsere Shuttle-Fahrer sind von 6.30 bis 22.30 Uhr im Einsatz. Sie fahren in der Turnierwoche insgesamt über 4000 Kilometer – das ist eine enorme Distanz“, erklärt Organisator Robert Köstlinger. Der Grund für die vielen Fahrstunden: Die jungen Tennis-Talente sind rund um Kufstein verteilt und bringen der Region laut Köstlinger rund 3500 Nächtigungen.

Ein Grund mehr, wieso der traditionsreiche Bewerb kommende Woche (Hauptbewerb ab Montag) in seine 48. Auflage startet. Seit 1971 wird das ETA-Turnier (European Tennis Academy) ausgetragen. Und die Liste jener Größen, die einst hier aufgeschlagen haben, ist lang: Boris Becker, Stefanie Graf, Martina Hingis oder Goran Ivanisevic waren schon hier im Einsatz. Unter den aktuellen Top-Spielern finden sich Spieler wie Alexander Zverev, Petra Kvitova, Tomas Berdych und Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem, der wenige Tage nach der heurigen Auflage des Bambini Cups bei den Generali Open (ab 28. Juli) in Kitzbühel um seine erste große Gams spielt.

„Das Turnier ist auf einem guten Weg. Wir haben eine tolle Entwicklung hinter uns“, ergänzte Köstlinger, der vor allem noch die Ukrainerin Elina Switolina herausstreichen wollte. Die aktuelle Nummer fünf der Damen-Weltrangliste gewann im Jahr 2007 als Top-Gesetzte den Bambini Cup. Köstlinger: „Die hat sich zu einem wahren Weltstar entwickelt.“

Auch heuer haben sich wieder heimische wie internationale Talente angesagt. Und wer es Switolina im Jahr 2018 gleichtut? Diese Frage entlockt dem Langzeit-OK-Chef nur ein Lächeln: „Wenn ich das schon jetzt wüsste ...“