Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 05.08.2018


Regionalliga West

Reichenau rettete einen Punkt, Kufstein gelang ein Blitzstart

Die Reichenau blieb auch im zweiten Spiel in der Regionalliga West ungeschlagen, Kufstein startete so gut wie lange nicht.

© Michael KristenReichenau-Kapitän Alexander Mader traf in St. Johann nur die Stange.



Von Tobias Waidhofer und Manuel Lutz

St. Johann — Die Reichen­au bleibt in der Westlig­a weiter ungeschlagen. Beim Gastspiel in St. Johann erkämpften sich die Innsbrucker am Samstag ein 2:2 und holten das zweite Remis im zweiten Spiel.

Das Team von Gernot Glänzer fand perfekt in die Partie und ging durch ein Tor von Patrick Steinkellner bereits nach zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Marco Grüll per Elfmeter (25.) und Benjamin Ajibade (37.) drehten das Spiel jedoch noch vor der Pause. „Leider haben wir blöde Tore bekommen, vielleicht sind wir noch zu grün hinter den Ohre­n", meinte der Coach. Joker Alexander Oberwalder rettete der Reichenau mit seinem Treffer in der Schlussphase (82.) noch einen Zähler. Glänzer war erleichtert: „Gott sei Dank hatte ich das glückliche Händchen."

Bereits am Vortag hatt­e der FC Kufstein seinen starken Saisonstart mit einem 4:1 in Seekirchen fotgesetzt. Aber so wie Kufstein-Trainer Markus Duftner vor einem Jahr nach einem schwachen Beginn der Saison „die Kirche im Dorf behielt", ist der 40-Jährige auch für das andere Extrem nicht zu haben. „Wir sind einen Schritt weiter, aber es sind erst zwei Spiele gespielt", meinte der Coach nach dem „klaren und verdienten Erfolg".

Etwas Glück hatte dagegen der FC Kitzbühel beim 3:2-Triumph über Aufsteiger Bischofshofen. Matchwinner war Startelf-Rückkehrer Bojan Margic mit einem Doppelpack. „Wir haben jetzt offensiv mehr Alternativen und wollen den Zuschauern attraktiv­e Spiele bieten", erklärte Trainer Alex Markl. Ein Vorhaben, das den Gamsstädtern mit Torjäger Martin Boakye aktuell richtig gut gelingt.

Den dritten Tiroler Sieg im Bunde feierte der SV Wörgl — und das 1:0 bei Titelverteidiger USK Anif war gleich ein Ausrufezeichen. Und eines, das ohne Chefcoach Denis Husic, der in der Türkei urlaubte, gelang. Co-Trainer Thomas Reinsberger sorgte für den ersten Saisonsieg. Aber ein „Fußball-Liebhaber" wie Husic war per Smart­phone natürlich auch am türkischen Strand live dabei.

Doppelpack-Schütze Bojan Margic war beim Kitzbüheler 3:2-Erfolg über Bischofshofen der Mann des Spiels.