Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 10.08.2018


Tennis

Erler stürmte ins Halbfinale

© KristenAlexander Erler trifft heute auf den Japaner Yuta Shimizu.



Innsbruck – Ein kurzer Schrei, beide Hände vors Gesicht, das Racket am Boden. Alexander Erler freute sich nach dem 6:4, 6:2-Erfolg gegen Omar Giacalone (ITA), als hätte er eben das Future-Turnier beim TK IEV MED-EL gewonnen. Dabei war es, unter Anführungszeichen, „nur“ der Einzug ins Halbfinale. Schon nach den ersten Ballwechseln schlich die Anspannung in alle Knochen des Kufsteiners, der 20-Jährige ließ den Emotionen freien Lauf. Mit nicht immer nachvollziehbaren Ausdrücken. „Ich habe mich selbst gepusht“, meinte er. „Im zweiten Satz habe ich gemerkt, dass mein Gegner nicht mehr konzentriert am Court war.“ Egal. Erler steht wie im Vorjahr nach dem dritten Sieg gegen einen Italiener im Halbfinale des Future-Turniers (15.000 Dollar) in Innsbruck. Er trifft heute auf Yuta Shimizu.

Der Japaner zerstörte beim 6:3, 6:0-Erfolg den Traum von Jonas Trinker (IEV), in die Fußstapfen seines älteren Bruders Bastian (er stand 2014 im Finale) zu treten und in die Vorschlussrunde aufzusteigen. Dort treffen heute in der zweiten Halbfinal-Begegnung die Nummer 1, Alessandro Petrone (ITA), und der Argentinier Marian­o Kestelboim aufeinander. Petrone gewann gegen den Salzburger Schmidt genauso in zwei Sätzen wie Kestelboim gegen Dahlbo-Schützling Mick Veldheer. Mit Partner Jokob Aichhorn qualifizierte sich Erler nach dem 6:3, 7:6-Erfolg im Halbfinale gegen Sandro Kopp/Vital Flurin Leuch (AUT/LIE) auch fürs heutige Doppelfinale. (r.u.)