Letztes Update am Mi, 31.10.2018 22:11

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handball

Zu Halloween lehrte Schwaz den Fivers das Gruseln

Mit einem überraschenden 26:23-(14:14)-Sieg gegen Vorjahresmeister Fivers landete Schwaz Handball Tirol einen Befreiungsschlag.

© gepa



Von Benjamin Kiechl

Schwaz – War es der unermüdlich um Bälle kämpfende Sebastian Spendier oder doch Alex Semikov, der als Topscorer (acht Tore) endlich sein Visier richtig eingestellt hatte? Die Ausgangslage gegen Vorjahresmeister Fivers war für die krisengeschüttelten Schwazer alles andere als einfach, aber dafür war der Ansporn umso größer. Es war ein Halloween-Abend, an dem Helden geboren werden.

Sparkasse Schwaz Handball Tirol wollte am Mittwoch in der Osthalle endlich den Negativlauf in der Spusu-Liga beenden. Schon nach den ersten Minuten kristallisierte sich heraus, dass die Mannschaft mit den besseren Nerven gewinnen würde. Coach Frank Bergemann rotierte auf der Torhüterposition: Er nahm Jost Perovsek hinaus, um auch Phillip Walski Einsatzzeit zu geben. Der Plan ging auf und Tirol behauptete ein 14:14-Remis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging der Krimi munter weiter: Keines der beiden Teams konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Bis zur 49. Minute: Da war Spendier zur Stelle und netzte zur 22:20-Führung ein. Der Zwei-Tore-Vorsprung war eine Initialzündung und die Tiroler ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Nach 60 Minuten leuchtete ein 26:23-Sieg von der Anzeigetafel. Die Erleichterung war groß, doch es war nur der erste Schritt aus der (Ergebnis-)Krise. „Endlich haben wir uns belohnt und in den kritischen Phasen den Kopf oben behalten“, erklärte der Trainer erleichtert. Der Sieg sei der gesamten Mannschaft zuzuschreiben, die viel Einsatz und Kampfgeist gezeigt habe. Bereits am Samstag wartet HC Linz. Die Bilanz der jüngsten Duelle ist klar negativ, „aber daran denke ich heute noch nicht“, sagte Bergemann.




Kommentieren


Schlagworte