Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 09.11.2018


Volleyball

Mit einer Linzer Torte zurück in die Tiroler Heimat

Die VCT-Volleyballerinnen erwarten Tabellenführer Linz, bei dem auch zwei Tirolerinnen spielen. Und: Es kommt zu einem Schwestern-Duell.

© MarosMit Linzer Törtchen vor dem Mariendom: Monika Chrtianska (l.) und Nikolina Maros lassen es sich vor dem Tirol-Gastspiel schmecken.



Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck – Jahrelang waren die beiden Freundinnen Gegnerinnen gewesen. Nikolina Maros spielte für den VC Tirol und Monika Chrtianska für TI-volley. Im Vorjahr standen sie sich auch sogar als Legionärinnen in der Schweiz gegenüber, seit Herbst spielen die zwei Tirolerinnen nun erstmals auf derselben Seite des Volleyballnetzes – für Linz-Steg. „Abgesehen vom österreichischen Nationalteam halt“, ergänzt die 21-jährige Maros und lacht.

Jetzt kehren beide nach Innsbruck zurück. Als Tabellenführerinnen der Austrian Volley League fordern sie am Samstag (Landessportcenter, 18 Uhr) den VC Tirol. Für Maros ein ganz spezielles Spiel: Immerhin spielt beim ehemaligen Klub ihre jüngere Schwester Patricia, ebenfalls als Angreiferin. „Das wird spannend. Unsere Familie weiß noch nicht, wem sie die Daumen drücken soll“, beschreibt die Linzer Topscorerin schmunzelnd.

Freudig blicken die Studentinnen Chrtianska (Tourismusmanagement) und Maros (BWL) nun der Reise nach Innsbruck entgegen, ihr Trainer hat ihnen schon vorab einen Heimaturlaub bis Montag zugesagt. Auf ein leichtes Spiel stellen sich die beiden aber nicht ein – obwohl man als Favorit im Landessportcenter aufspielt. „Der VC Tirol hat als junges Team in der Liga überrascht. Wir müssen also aufpassen“, weiß Maros. Die Tiroler Truppe von Trainer Michael Jensen feierte bislang fünf Siege in sechs Spielen – ebenso wie Linz-Steg, aber auch Perg, Sokol/Post und Salzburg. Mit nur einem Punkt Rückstand liegt der VCT auf Rang fünf. Die einzige Niederlage bislang musste man am vergangenen Sonntag gegen Salzburg einstecken. „Schade, dass die Serie gerissen ist, aber ich bin trotzdem stolz“, beschwichtigte VCT-Obfrau Achammer.

Mit einem so starken Auftakt hatte man beim VCT weniger gerechnet, in Linz hingegen schon mehr. „Unser Ziel ist, ins Halbfinale zu kommen“, weiß Maros. Nächste Saison wolle man zudem wieder international spielen. Die Basis dafür stimme, beschreibt die Wahl-Linzerin: „Die Trainingsbedingungen hier sind einfach toll und auch das Umfeld. Wir verstehen uns alle sehr gut.“ Am besten mit Freundin Monika, die auch im Zimmer nebenan wohnt. Maros lacht: „Ja, uns gibt es derzeit nur im Doppelpack.“