Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 03.01.2019


Bezirk Kitzbühel

Nachwuchturnier: Girls Cup feiert Jubiläum

Zum zehnten Mal spielen die Mädchen mit beim größten Fußball-Nachwuchsturnier Europas. Deshalb findet heuer das Finale des Cordial Cup in Hopfgarten statt.

Der Cordial Girls Cup wird heuer zum zehnten Mal ausgetragen.

© www.gortana.atDer Cordial Girls Cup wird heuer zum zehnten Mal ausgetragen.



Von Harald Angerer

Hopfgarten i. Br. – Die Zeichen der Zeit erkannt hat Cordial-Cup-Gründer Hans Grübler nicht nur bei der Gründung des Fußball-Nachwuchsturniers vor 22 Jahren, auch vor zehn Jahren war er für eine weitere Neuerung offen. Seit zehn Jahren spielen nicht nur Buben-Mannschaften bei dem Turnier rund um die Hohe Salve, sondern auch die Mädchen. „Wir haben gemeinsam überlegt, wie wir die Zielgruppe erweitern können. Damals war auch ein großer Hype in Deutschland um den Damenfußball und somit haben wir uns für den Girls Cup entschieden“, schildert Hans Grübler.

Der Veranstalter hat dann Kontakt zum DFB aufgenommen, welche Altersklasse die interessanteste sei. Auch wurde eine Auswertung der Daten vorgenommen, „so sind wird dann auf die U15 gekommen. Diese ist auch international die interessanteste Altersklasse“, erklärt Grübler. „Wir wollten die Lücke zwischen Westendorf und Söll schließen und auch mit Hopfgarten in den Cup einsteigen. Das war eine ideale Gelegenheit“, sagt GF Stefan Astner vom TVB Hohe Salve und so wurde Hopfgarten zum Hauptort für das Mädels-Turnier.

Gestartet sind die Mädels beim Cordial Cup dann im Jahr 2010 unter dem Titel Cordial Girls Cup. Damals mit 16 Mannschaften und auf den Plätzen in Hopfgarten und Söll. Inzwischen spielen die Mädchen-Mannschaften in Hopfgarten und Westendorf. So auch beim zehnten Girls Cup im heurigen Jahr. Inzwischen sind es erstmals 22 Mannschaften aus nicht weniger als zehn Nationen, die zu dem Turnier ins Brixental kommen. Seit dem Start haben 15 Nationen teilgenommen. Die Mannschaften kommen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Spanien, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Slowenien und sogar aus den USA.

Zum Zehn-Jahr-Jubiläum des Girls Cups wird Hopfgarten auch erstmals die Finalspiele des gesamten Cordial Cups durchführen. „Für die Mädchen wird das eine große Herausforderung und auch Chance, sich zu präsentieren. Sie spielen ihr Finale dann direkt vor dem Finale der U15-Burschen. Das wird wirklich hochinteressant“, sagt Grübler. Auch Hopfgarten als Finalort ist für den Veranstalter äußerst reizvoll. „Die Voraussetzungen in Hopfgarten sind sehr gut mit einer tollen Infrastruktur“, betont Grübler. Auch sei am Gelände ausreichend Platz vorhanden. „Ich bin mir sicher, dass Stefan Astner mit seinem Team vom TVB, die Gemeinde und der Fußballclub das sehr gut machen werden“, sagt Grübler. Die Herausforderung ist allerdings eine große. Es werden zum Finale des Cordial Cup an die 3000 Zuschauer erwartet. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die Großveranstaltung an. Für die Zuschauer wird es eine zusätzliche Tribüne zur bestehenden geben. Dazu kommen LED-Videoleinwände, eine große Soundanlage und auch für die Verpflegung der Zuschauer soll gesorgt werden.

Ein Problem ist die Parkplatzsituation beim Fußballplatz in Hopfgarten. „Das Finale findet aber am Sonntag statt, das macht es leichter. Es gibt sehr positive Gespräche mit den Lebensmittelketten in der Umgebung, damit wir deren Parkplätze nutzen können“, sagt Astner. Aber auch die Parallelstraße zur Bundesstraße soll zum Parken genützt werden. Für Busse gibt es einen eigenen Busparkplatz. Auch Astner ist zuversichtlich. „Die Gemeinde und der SV Hopfgarten stehen zu 100 Prozent dahinter“, betont der TVB-Geschäftsführer.

Der Cordial Cup wird heuer vom 7. bis 9. Juni stattfinden. Wobei die Eröffnung wie gewohnt in Kirchberg über die Bühne geht. Auch heuer werden wieder an die 165 Mannschaften bei dem Turnier erwartet, mit etwa 3000 Spielern und noch einmal 3000 Begleitpersonen. Der Cordial Cup ist damit das wichtigste Nachwuchs-Fußballturnier Europas.