Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 14.01.2019


Eishockey

Die Adler-Küken fliegen hoch

Kitzbühel ist in der AHL nach dem 6:4-Sieg gegen Lustenau voll auf Play-off-Kurs.

Der Jubel im Kitzbüheler Sportpark konzentrierte sich gegen Lustenau auf Kevin Wirl (rechts oben), Florian Eder und Fritz Schröder.

© OsterauerDer Jubel im Kitzbüheler Sportpark konzentrierte sich gegen Lustenau auf Kevin Wirl (rechts oben), Florian Eder und Fritz Schröder.



Von Alois Moser

Kitzbühel – Nach einem zwischenzeitlichen Auf und Ab scheinen die Kitzbüheler Adler gegen Ende des Grunddurchgangs in der Alps Hockey League doch noch die Kurve zu kratzen: Der wichtige 6:4-Heimsieg gegen Lustenau hievte die Gamsstädter nämlich auf Rang zwölf in der Tabelle der zweithöchsten österreichischen Eishockeyliga – jenen verheißungsvollen Platz, der zum Einzug in das Play-off berechtigt.

„Es war unser großes Ziel, in das Play-off einzuziehen, und jetzt haben wir es selber in der Hand“, war Adler-Präsident Volker Zeh die Zufriedenheit anzuhören: „Jetzt liegt es an uns, dass wir unsere Karten auch ausspielen.“ Zwei Punkte liegen die Kitzbüheler aktuell vor den Lokalrivalen aus Zell am See: „Und das bei drei Spielen weniger.“ Dass man ausgerechnet den Erzrivalen im Duell um das Play-off vorerst hinter sich gelassen hat, sorgt im Kitzbüheler Sportpark naturgemäß für eine Extraportion Zufriedenheit: „Das ist für uns eine besondere Motivation. Wir sind sehr glücklich, dass wir aktuell vor ihnen liegen.“

Damit das so bleibt, werden die Kitzbüheler aber weiterhin fleißig punkten müssen – und das Restprogramm der Adler ist kein leichtes. Aber der Präsident vertraut auf seine Jungs: „Wir haben schon bewiesen, dass wir jeden schlagen können.“

Beim 6:4-Sieg gegen Lustenau (dem ersten überhaupt) trumpften neben dem gewohnt starken Goalie Ty Rimmer („Er ist einfach eine Bank“) vor allem die Adler-Küken auf. „Die Linie um Kevin Wirl, Florian Eder und Fritz Schröder stach hervor“, streute Trainer Tomas Martinec seinen jungen Wilden Rosen. „Wir wissen, dass wir auf sie setzen können“, applaudierte auch der Präsident: „Wir sind sehr stolz auf sie.“

Für Kitzbühel kann es nur positiv sein, wenn neben den arrivierten Kräften um Kapitän Peter Lenes und Henrik Hochfilzer auch die einheimischen Adler-Küken flügge werden: Im Kampf um den anvisierten Einzug ins Play-off kann Trainer Martinec jeden Crack brauchen. Präsident Zeh denkt indes schon ein wenig weiter: „Erst einmal das Play-off erreichen. Aber wie ich uns kenne, wäre da für uns dann einiges möglich.“