Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.03.2019


Eishockey

Wattens ist Meister: So was hat man lange nicht gesehen

Nach einem Eishockey-Spektakel vor 1200 Zuschauern im Wattener Alpenstadion triumphierten die Pinguine wieder einmal in der Eliteliga.

Die Wattener Pinguine feierten ihren verdienten Triumph standesgemäß mit dem heißersehnten Pokal und Erfrischungsgetränken.

© Michael KristenDie Wattener Pinguine feierten ihren verdienten Triumph standesgemäß mit dem heißersehnten Pokal und Erfrischungsgetränken.



Von Alois Moser

Wattens — „Oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen." Wer konnte den Wattener Fans ihre Gesänge verübeln? Lang, lang war's her, dass die Pinguine zuletzt einen Meistertitel feiern durften. Nach vier Jahren (zuletzt 2014/15) war es heue­r endlich wieder so weit: Mit einem 5:2 holten die Pinguine am Sonntagabend den entscheidenden dritten Sieg in der Finalserie gegen Kundl.

„Das hat richtig Spaß gemacht", kommentierte Meistertrainer Gerhard Puschnik: „Vor so einem tollen Publikum zu spielen, ist für jeden eine Belohnung." Vor rund 1200 Zuschauern lieferten sich Wattens und Kundl im Nieselregen einen Schlagabtausch auf hohem Niveau: „Ein würdiges Finale." Starke Torhüter auf beiden Seiten hielten lange die Null, erst im letzten Drittel ging es rund. „Ich denke, dass wir am Ende etwas frischer waren", analysierte der Trainer der Pinguine. Auch die Special Teams überzeugten: Kundl nutzte kein einziges seiner Powerplays, Wattens gleich zwei. Am End­e entschieden die Gastgeber das Spiel und damit die Serie für sich. „Wir haben es richtig krachen lassen", schmunzelte Markus Gander: „Der Pokal ist standesgemäß zu Bruch gegangen." Für den Sportlichen Leiter könnte es die letzte Meisterfeier gewesen sein: „Mal schauen, ob ich weitermache." Außerdem könnte die Eliteliga abgelöst werden: Eine neue, österreichweite dritte Liga mit Tiroler Beteiligung steht zur Diskussion.