Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 12.03.2019


Alps Hockey League

Kitzbühel-Präsident Zeh: „Unlösbar gibt es nicht“

Für den EC Kitzbühel beginnt heute (20 Uhr) mit dem Pre-Play-off die „fünfte Jahreszeit“.

Kitzbühels Topscorer Adam Havlik ist eine der schärfsten Offensiv-Waffen, das soll heute Favorit Ritten zu spüren bekommen.

© www.muehlanger.atKitzbühels Topscorer Adam Havlik ist eine der schärfsten Offensiv-Waffen, das soll heute Favorit Ritten zu spüren bekommen.



Von Tobias Waidhofer

Kitzbühel – „Das 1:6 gegen Asiago war kein Ausrutscher. Wir haben nur keinen Bock mehr gehabt“, meldete sich Volker Zeh gestern Vormittag mit einem schallenden Lachen zu Wort, natürlich mit einem Augenzwinkern. „Die waren richtig gut, haben sehr erfahrene Spieler“, analysierte der umtriebige Kitzbühel-Präsident das letzte Spiel im Grunddurchgang.

Ein bisschen Wahrheit steckt aber doch in den Worten des Unternehmers. Schließlich ging der Blick in der Gamsstadt längst in Richtung Pre-Play-off – das Ticket dafür hatte man bekanntlich schon vor dem Asiago-Match gelöst. In der Best-of-three-Serie geht es bereits heute (20 Uhr) nach Ritten.

Gegen die Südtiroler, 2017 erster Meister der Sky Alps Hockey League und vierfacher italienischer Titelträger, findet sich die Truppe von Tomas Martinec in der Außenseiterrolle wieder. „Die Uhren sind auf null gestellt“, meinte Zeh angesprochen auf die zwei Niederlagen im Grunddurchgang (zweimal 2:6). „Es wird eine harte Nummer, aber unlösbar gibt es nicht.“ Insgesamt hat der Grunddurchgangs-Fünfte von sechs Begegnungen gegen Kitzbühel nur eine verloren. „Sie sind vor allem im Unterzahl-Spiel stark“, warnt Zeh.

Setzen wird der Südtiroler Traditionsklub natürlich auf seine Parade-Offensivlinie: Simon Kostner, Henrik Eriksson und Thomas Spinell haben gemeinsam bisher für 118 Punkte verantwortlich gezeichnet. Besonders für den Schweden Eriksson ist es eine besondere Serie, schließlich war er – wie auch sein lettischer Teamkollege Oleg Sislannikovs – in der vergangenen Saison noch für die Adler im Einsatz. Aber auch Kitzbühel kann auf zwei Topscorer setzen: Der Tscheche Adam Havlik blickt auf 47 Punkte im Grunddurchgang zurück, Kapitän Peter Lenes war an 43 Treffern beteiligt.

Ein anderer Kitzbüheler, der sich im Laufe der Eiszeit 2018/19 einen Namen machte, ist Niclas Maurer. Der Youngster kehrte vor der Saison nach fünf Jahren im Linzer Nachwuchs zurück nach Tirol, um auf Anhieb zu überzeugen. „Er ist die Überraschung bei uns“, lobt Zeh. Auf so eine hat Kitz allgemein in den kommenden Tagen gegen Ritten „richtig Bock“.

Alps Hockey League

Pre-Play-off, best of three:

Ritten — Kitzbühel 20 Uhr

2. Spiel: Do (20 Uhr, Kitzbühel).

Weiters: Lustenau — Gröden, Feldkirch — Cortina, Jesenice — Sterzing.

Bereits im Viertefinale:

HC Pustertal, Laibach, Salzburg II, Asiago.