Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.04.2019


Regionalliga

Frühjahrsauftakt deprimierte Schwaz-Coach Lampl

An der defensiven Sechserkette (!) der Gäste aus St. Johann kam der SC Schwaz gestern einfach nicht vorbei. Am Mittwoch wartet das Derby gegen Kitzbühel.

Ein Bild, das Bände spricht: Coach Bernhard Lampl und sein Co-Trainer Sebastian Huber haderten mit dem 0:0 gegen St. Johann.

© Michael KristenEin Bild, das Bände spricht: Coach Bernhard Lampl und sein Co-Trainer Sebastian Huber haderten mit dem 0:0 gegen St. Johann.



Von Tobias Waidhofer

Schwaz – „Deprimierend.“ Wenn ein Trainer nach einem Spiel dieses Adjektiv bemüht, weiß man: Das Match ist ganz und gar nicht nach Wunsch gelaufen. Da konnte gestern in Schwaz auch die Tatsache nichts daran ändern, dass die Silberstädter gegen den Tabellen-Fünften ungeschlagen blieben. Das 0:0 frustrierte Coach Bernhard Lampl: „Der Gegner war von Anfang an mit dem 0:0 zufrieden, sie hatten keinen einzigen Torschuss.“

Trotzdem fuhren die Salzburger mit einem Zähler zurück in den Pongau, weil den jungen Schwazern gestern die Mittel fehlten, um die Sechs-Mann-Abwehr des Tabellen-Fünften auszuspielen: „Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz, haben uns aber ein bisschen einschläfern lassen.“ Der letzte Nachdruck hatte gefehlt. Und wenn die Schwazer den Abwehrriegel doch einmal durchbrachen, starben sie den Chancentod.

Dass es in Schwaz im Winter einige Umwälzungen gab (u. a. Abgang von Edel-Routinier Ronald Gercaliu) und in der Westliga sportlich nicht mehr viel auf dem Spiel steht, will Lampl nicht als Ausrede gelten lassen. Im Gegenteil: „Für mich zählt jedes einzelne Spiel. Wenn wir wie heute nur einen Punkt holen und wir eigentlich gewinnen müssten, ärgere ich mich grün und blau.“ Der Ehrgeiz beim Coach der Silberstädter ist also ungebrochen. Das soll am Mittwoch (19.30 Uhr) im Nachholspiel der FC Kitzbühel zu spüren bekommen. Eines scheint dabei sicher: Mit einer Sechserkette werden die Gamsstädter nicht auflaufen – eine gute Nachricht für Schwaz-Coach Lampl.

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