Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 03.05.2019


Basketball

Tiroler Basketballer am Wurf zum großen Derby-Showdown

Morgen starten die Kufstein Towers und die Swarco Raiders in Innsbruck als Favoriten ins Westliga-Final-Four. Aber wollen auch beide aufsteigen?

Kommt es zum großen Tiroler Derby? Davor warten auf die Raiders (Emmanouil Becharkis, l.) und Towers (Julian Hartl, r.) zwei harte Gegner.

© Michael KristenKommt es zum großen Tiroler Derby? Davor warten auf die Raiders (Emmanouil Becharkis, l.) und Towers (Julian Hartl, r.) zwei harte Gegner.



Von Roman Stelzl u. Daniel Suckert

Innsbruck — Auf die Tiroler Basketball-Fans kommt am großen Finalwochenende so einiges zu: Gleich fünf Meistertitel werden morgen und am Sonntag im Innsbrucker Landessportcenter vergeben, dazu warten zwei Partien TI Eagles in der zweiten Damen-Bundesliga.

Schlussendlich dreht sich der Ball aber um ein designiertes Final-Duell der Westliga — das Spiel der Spiele im Tiroler Herren-Basketball: Swarco Raiders gegen Kufstein Towers. Jene beiden Teams, die dem Sport in den vergangenen Monaten neues Leben eingehaucht haben. Und die beide nicht nur wegen der schlechten Wetterprognose die Halle füllen werden.

Nur, wie gesagt: Es ist ein Wunsch-Finale. Bevor die zwei stärksten Teams im Westen das Derby bestreiten könn(t)en, warten zum Auftakt im Final Four der dritthöchsten Spielklasse zwei knackige Gegner.

Die Raiders haben mit dem Westliga-Vierten Baskets Feldkirch (16.30 Uhr) einen machbaren Gegner vor sich, den sie heuer zweimal (94:63, 86:68) klar abfertigten. Die Kufsteiner stehen indes Salzburg gegenüber, gegen die es in knappen Partien (68:70, 85:79) eine von zwei Niederlagen in dieser Saison gab.

„Gegen Salzburg erwarten wir uns eine harte Partie, aber wir sind gerüstet und haben uns in den letzten Tagen gut vorbereitet. Es sind alle fit und bereit", erklärte Fabio Thale­r, der Sportliche Leiter der Kufstein Towers, die in ihrem zweiten Spieljahr nach dem Titel greifen.

Doch von dem wollen die Towers ebenso wenig wissen wie die neu gegründete Sektion der Raiders. „Ein Grunddurchgang kann noch so gut sein, wenn wir im Play-off nicht da sind, war alles umsonst", sagt Raiders-Coach Amir Medinov und erinnert an die Niederlage im Februar gegen Kufstein (67:74): „Die Niederlage war genau richtig. Ein paar dachten, es geht auch so. Der Schuss vor den Bug kam zur rechten Zeit."

Doch kommt auch der mögliche Aufstieg zur rechten Zeit? Ein schwieriges Thema. Der Westliga-Meister könnte im Juni in der Relegation um die zweite Bundesliga spielen. Während die Raiders für einen möglichen Aufstieg angemeldet sind, lassen sich die Towers Zeit. „Wir sind im Übergang, wollen uns wohl noch ein Jahr Zeit geben. Selbst wenn wir gewinnen: Die Chancen, dass wir den Aufstieg in Angriff nehmen, stehen bei 20 Prozent", sagt Thaler. Es sei aber unsicher, ob alle zwölf Bundesliga-Vereine die Lizenz erhalten. Den Meistertitel wollen beide so oder so. Und am liebsten mit einem Tiroler Derby als Schlusspunkt.

Basketball-Termine am Wochenende

Final-Wochenende, Innsbruck Landessportcenter:
Samstag: 2. Bundesliga, Damen: TI Eagles — Salzburg (14.30 Uhr). Westliga Herren, Halbfinale: Swarco Raiders — Feldkirch (16.30), Kufstein Towers — Salzburg (19).
Sonntag: U14: Kirchberg — TI Eag­les (Damen), TS Wörgl — TI Titans (Herren, beide 9.30). U16 Herren: Raiders — Silverminers Schwaz (11.45). U19 Herren: Raiders — TI Titans (14). 2. BL Damen: TI Eagles — Graz (16). Westliga-Finale: Sieger der Halbfinalspiele (19 Uhr).




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