Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 03.06.2019


Regionalliga West

Letzte Woche der Wahrheit mit der heiklen Tiroler Cup-Causa

Auf den SC Schwaz und Kufstein warten sowohl die letzte Westliga-Runde (Freitag) als auch das gegenseitige TFV-Cupfinale (Sonntag).

Es könnte bald ein Wiedersehen geben zwischen Schwaz-Kapitän Tobias Vogler (l.) und Kufsteins Daniel Wurnig.

© www.muehlanger.atEs könnte bald ein Wiedersehen geben zwischen Schwaz-Kapitän Tobias Vogler (l.) und Kufsteins Daniel Wurnig.



Von Alex Gruber

Schwaz – Das 0:0-Derbyremis am Freitag zwischen Schwaz und Kufstein war das „Vorspiel“ auf das Kersch­dorfer-Tirol-Cupfinale, das am Pfingstsonntag (18 Uhr) in der Silberstadt-Arena steigt. Womit man auch gleich beim Stein des Anstoßes wäre:

Es wurde schon viel darüber geschrieben und gesprochen, dass der FC Kufstein rund um Coach Markus Duftner und seine Spieler klarerweise nicht damit einverstanden sind, dass das Finale ein zweites Mal in Serie mit dem entsprechenden Heimvorteil in der Knappenstadt steigt. „So kann es nicht weitergehen“, hält Duftner zu Recht fest, dass ein neutraler Schauplatz gefordert wäre. Duftner stellte es seinem Team und dem Mannschaftsrat frei, die heiße Sache noch einmal über das Wochenende zu besprechen. Es stünde ja sogar im Raum, ein B-Team am Sonntag nach Schwaz zu schicken. „Die Spieler teilen uns am Montag beim Training mit, wie sie mit dem Cupfinale umgehen wollen“, notiert Duftner. Fix sei in jedem Fall, dass man am Freitag nicht mit einem B-Team zum Meister nach Dornbirn reisen werde. „Das hat sich Dornbirn bei der Meisterfeier nicht verdient und außerdem haben wir letzte Saison damit keine guten Erfahrungen (0:5 bei Wals-Grünau) gemacht. Wir gehen dieses Spiel ordentlich an.“ Viele Kräfte – ungeachtet dessen, ob Kufsteins Kicker die Cup-Titelchance über den mehr als nur diskussionswürdigen Vergabeort stellen – werden sicher nicht geschont.

Schwaz-Coach Bernie Lampl kann die Sache entspannter angehen. Wobei, unter Strom steht er ebenso. Ab heute geht Lampl in Faak am See (Ktn.) die vorletzte Woche in Ausbildung zur UEFA-A-Lizenz an, wo er auch noch an der Präsentationstafel stehen wird. Das Training in Schwaz wird vor dem letzten Heimspiel gegen Anif in dieser Woche von Sebastian Huber geleitet. „Dann werden wir mit Blick auf Sonntag schauen, welche Truppe wir am Freitag aufstellen“, hat die Verteidigung des Cuptitels für Lampl oberste Priorität. Mit Andreas Probst und Harald Cihak kehren zwei zuletzt gesperrte Akteure zurück.

Noch lebt die Hoffnung, dass am Pfingstsonntag beim lokalen Fußball-Highlight und Cupfinale auf beiden Seiten die Besten auflaufen.