Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 16.06.2019


Innsbruck

Föhn kam Crankworx in die Quere: Neuer Versuch am Sonntag

Die Fans hofften bis zuletzt, aber die Königsdisziplin Slopestyle musste gestern abgesagt werden. Am Sonntag folgt ein neuer Versuch.

Nach dem Training in der Früh musste die Slopestyle-Strecke wegen Windes gesperrt werden.

© crankworxNach dem Training in der Früh musste die Slopestyle-Strecke wegen Windes gesperrt werden.



Von Benjamin Kiechl

Mutters — Die Shuttlebusse von der Innsbrucker Heiliggeiststraße nach Mutters waren rappelvoll, die Parkplätze bereits um kurz nach neun Uhr zu 80 Prozent augelastet. Eingefleischte Crankworx-Fans brauchten gestern schon bei der Anreise Zeit. Und die Geduld der Tausenden Schaulustigen, die zum Bikepark geströmt waren, wurde zum Höhepunkt der dritten Auflage des Freeride-Bike-Festivals in Innsbruck auf eine harte Probe gestellt.

Anouk Sailer (l. o.) und seine Freunde nahmen die Absage gelassen.
Anouk Sailer (l. o.) und seine Freunde nahmen die Absage gelassen.
- Kiechl

Eigentlich hätte der Slopestyle um neun Uhr starten sollen. Der Föhn freilich erwies sich als Spielverderber und sorgte für eine mehrstündige Verschiebung — bis es schließlich um kurz nach 15 Uhr zur Absage kam. „Die Sicherheit der Fahrer hat für uns Priorität, wenn man bei einem Sprung von einer Böe erwischt wird, kann das gefährlich enden", erklärte Organisator Georg Spazier, der anmerkte, leider kein Windnetz wie beim Berg­iselspringen zu haben.

Die Schanzen, die sich teilweise so hoch wie ein Haus auftürmen, blieben gestern unangetastet. Viele Fans verließen enttäuscht das Gelände, andere nahmen die Absage locker. „Gegen den Wind kann man nichts machen", meinte etwa Anouk Sailer, der seine Schildkappe tief ins Gesicht gezogen hatte und auf einem Liegestuhl chillte. Der 15-jährige Tiroler war bisher bei allen drei Events in Innsbruck dabei. „Crankworx gefällt mir, weil man so nah an den Fahrern dran sein kann." Sein Freund Benedikt Schmid nickte zustimmend. Aufgrund der Verschiebungen blieb genügend Zeit, um sich bei den diversen Verkaufsständen umzusehen: Eine neue Federgabel für ihre Räder stehe ganz oben auf der Wunschliste.

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- Kiechl

Wenn sich Organisator Spazier etwas wünschen könnte, dann mehr Wetterglück für das Finale am Sonntag. Man wolle, so der Plan, neben dem Downhill (9.30 Uhr) auch den Slopestyle (15.30 Uhr/live Red Bull TV) über die Bühne bringen. Aber auch Regen ist angesagt.

Auch für kleine Crankworx-Fans gab es viel zu sehen.
Auch für kleine Crankworx-Fans gab es viel zu sehen.
- Kiechl



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