Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 20.06.2019


Laufsport

Vorfreude trotz Rippenbruch auf den Stubaier Ultatrail

Der Stubai Ultratrail (29. 6.) von Innsbruck auf den Gletscher wird mit 65,6 km noch länger. Kristin Berglund will trotz gebrochener Rippe erneut siegen.

Kristin Berglund will ihren Titel im Stubai verteidigen.

© promediaKristin Berglund will ihren Titel im Stubai verteidigen.



Innsbruck – An den Start zum Stubai Ultratrail 2018 kann sich Vorjahressiegerin Kristin Berglund noch genau erinnern. „Während die anderen jungen Leute in der Stadt ausgehen, laufe ich beim Landestheater los.“ Auch dieses Jahr bei der dritten Auflage des Stubai Ultra­trail (29. Juni) mit Start für die Ultra-Distanz um Mitternacht wird es nicht anders sein. „Von der Stadt auf den Gletscher zu laufen, ist etwas Besonderes“, sagt die gebürtige Schwedin Berglund und will trotz gebrochener Rippe ihre Glanzleistung wiederholen. Dafür trainiert die 35-jährige Kramsacheri­n neben ihrem Vollzeitjob als Physio­therapeutin täglich.

Die Trail-Spezialistin hat inzwischen so ziemlich alles gewonnen, was man in der Umgebung gewinnen kann: dreimal den Karwendelmarsch, zweimal den Großglockner Ultra Trail sowie den Zugspitz Ultra Trail. In Erinnerung geblieben ist ihr vor allem ein Geländelauf in Marokko durch das Atlasgebirge (110 km): „Es ging mitten durch die Pampa und es gab fast keine Labestationen.“ Am Gewinnen hinderte sie dieser Umstand trotzdem nicht.

Für Sepp Rettenbacher, Obmann des Tourismusverband Stubai, bleibt der Stubai Ultratrail das Maß der Dinge. „Es geht auf den Top of Tyrol auf 3150 Meter“, erzählt er bei der Präsentation der vier Strecken (8, 19, 35 und 65,6 km). Die Ultra-Distanz wird heuer noch eine Spur länger, das sollt­e Favoritin Berglund liegen: „Wir hoffen, dass du auch heuer wieder die schnellste Spur auf den Gletscher findest!“ (ben)