Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Do, 20.06.2019


Kajak

WM-Platz sechs weckt die Lust auf mehr

Andy Brunner stürzte sich mit seinem gelben Kanu bei der Wildwasser-WM in die Fluten.

© brunnerAndy Brunner stürzte sich mit seinem gelben Kanu bei der Wildwasser-WM in die Fluten.



Innsbruck – „Es war ein unglaubliches Gefühl und besser, als ich es mir erträumt habe“, erzählte And­y Brunner rück­blickend. Wenn der Innsbrucker Extrem-Kajakfahrer von seinem sensationellen sechsten Platz bei der WM im Wildwasserfahren im US-Bundesstaat Idaho erzählt, schwingt in seiner Stimme Begeisterung mit. Auch nach dem Rückflug nach Österreich und trotz Jetlag schwebt der Sportler auf Wolke sieben.

„Der Kurs war extrem schwierig gesetzt, die Hälfte der Fahrer im Finale hat einen Torfehler gemacht.“ Der 21-jährige Tiroler hingegen beherrschte in seinem Plastikboot die reißenden Fluten des North Fork Payette River. Eigentlich war sein Ziel gewesen, überhaupt den Sprung ins Top-20-Finale zu schaffen.

Nun freut sich Brunner, der bereits in vierter Generation begeisterter Kajak-Fahrer ist, über einen weiteren Meilenstein seiner noch jungen Karriere. Ende Juni steht im norwegischen Voss die Europameisterschaft im Wildwasserfahren an und der Tiroler hat nach der WM Lust auf mehr: „Im Vorjahr bin ich als Dritter am Podest gestanden“, erinnert sich Brunner zurück. Und heuer? „Ich habe einen Lauf, aber es gehört auch Glück dazu!“

Nur ein Traum bleibt wohl unerfüllt: Anders als Kajak-Slalom ist seine Randsportart nicht olympisch, „und das bleibt wohl auch so“. (ben)

Extrem-Kajakfahrer Andreas Brunner.
Extrem-Kajakfahrer Andreas Brunner.
- Brunner