Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 01.07.2019


Wasserball

Hart erkämpfter Meisterjubel

Nach dem 11:10-Sieg gegen ASV Wien verabschiedete WBC Tirol Erfolgscoach Kovac.

Die Tribüne war bestens gefüllt: Die Wasserball-Fans trugen den WBC Tirol gestern zum 19. Bundesliga-Meistertitel der Vereinsgeschichte.

© Michael KristenDie Tribüne war bestens gefüllt: Die Wasserball-Fans trugen den WBC Tirol gestern zum 19. Bundesliga-Meistertitel der Vereinsgeschichte.



Von Benjamin Kiechl

Innsbruck — Die Stimmung kochte auf der Tribüne im Tivolischwimmbad, die Emotionen der Spieler im Becken schwappten beinahe über. Der Bundesliga-Finalkrimi war Sonntagabend nichts für zart besaitete Badegäste. Mit einem 11:10 (6:4)-Zittersieg im dritten Spiel sicherte sich WBC Tirol endlich wieder den Meistertitel, nachdem man im Vorjahr gegen Salzburg den Kürzeren gezogen hatte.

„Ich gratuliere der Mannschaft für diese Leistung, wir hatten es nicht leicht", erklärte WBCT-Obmann Richard Kössler. Bereits in der ersten Hälfte wurde Trainer Pavol Kovac vom Schiedsrichter-Gespann mit einer Roten Karte bedacht und durfte nur noch zuschauen. Trotz weiterer teils fragwürdiger Ausschlüsse setzten sich die routinierten Tirol mit ihrem überragenden Goalie am Ende knapp durch.

„Das war eine Wahnsinns-Teamleistung, wir mussten nach dem Ausschluss unseres Trainers alles selber managen", sagte Kapitän Christophe Koroknai, für den es der zehnte Titel war.

Trainer Pavol Kovac feierte den 19. Titel der Vereinsgeschichte mit einem Sprung ins kühle Nass. Für den 70-jährigen war es die letzte Saison als Trainer, er wollte künftig etwas leisertreten. Oder lässt er sich vielleicht doch noch einmal umstimmen?

Wasserball

Bundesliga-Finale: WBC Tirol – ASV Wien 11:10 (6:4). Endstand in der Serie: 2:1 für Tirol.

Erfolgscoach Pavol Kovac (M.) hört auf, doch am Sonntag ging es noch einmal zum Meisterjubel ins Wasser.
Erfolgscoach Pavol Kovac (M.) hört auf, doch am Sonntag ging es noch einmal zum Meisterjubel ins Wasser.
- Michael Kristen



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