Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 12.08.2019


Regionalliga Tirol

Bojan Margic hat viel zu erzählen: „Es passt wirklich alles“

Fünf Treffer von Bojan Margic führten Kitzbühel in der englischen Woche wieder ins obere Liga-Drittel.

Wenn er derzeit den Turbo zündet, kommt viel Zählbares heraus – Bojan Margic trifft für Kitzbühel nach Belieben.

© MuehlangerWenn er derzeit den Turbo zündet, kommt viel Zählbares heraus – Bojan Margic trifft für Kitzbühel nach Belieben.



Von Alex Gruber

Innsbruck, Kitzbühel — Er kam im Sommer 2016 aus Bürmoos (Salzburg Liga) in die Gamsstadt, war als Profi in der zweiten serbischen Liga (Sloga 33) unterwegs und ist seit zehn Monaten stolzer Vater eines Jungen (Andr­e) — Bojan Margic hat viel zu erzählen. Und das reicht weit über die fünf Treffer hinaus, die er in dieser Woche beim 3:0-Sieg in Hall und 3:1-Heimsieg gegen Zirl in der Regional­liga Tirol geschossen hat. Für Tor­e war er seit seiner Ankunft in der Hahnenkamm-Metropol­e ja immer gut. Aber wie ist Margi­c eigentlich beim FC Kitzbühel gelandet?

„Ich habe Alex Markl (Kitz-Coach vor Michael Baur, Anm.) ein Video geschickt und dann hat er mich verpflichtet", erinnert sich der 31-jährige Serbe zurück. Genauer gesagt legte auch die Liebe den Sprung nach Tirol nahe, denn Margic lernte in Bürmoos seine Herzdame, die in Kufstein wohnt und auch aus seiner serbischen Heimat stammt, kennen. Wie das Leben so spielt— jetzt sind die Margics privat zu dritt in der Festungsstadt verankert. „Es passt wirklich alles", strahlt der offensivstarke Mittelfeldspieler, der als Busfahrer in Ebbs gerne Kinder transportiert und in früheren Tagen seine Brötchen auch als Werbe­techniker verdient hat.

Am grünen Rasen hatt­e Margic zu Saisonbeginn ein­e etwas bittere Pille zu verdaue­n, denn beim ÖFB-Cupschlager gegen Wacker Innsbruck saß Margic zunächst nur auf der Bank. Schnee von gester­n. Seit die Liga läuft, zählt er zur Start­elf, mit sieben Treffern führt er aktuell sogar die Torschützenliste an, und mit ebenso vielen Punkten aus den letzten drei Spielen haben sich die Gamsstädter auf Rang drei gehievt. „Es war klar, dass wir mit vielen neue­n Spielern etwas Zeit brauchen", weiß der glatzköpfige Routinier — derzeit fallen wohl seinen Gegnern ein paar Haar­e aus ...