Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Mo, 26.08.2019


Tiroler Liga

Da staunt sogar der Herr Trainer

Nach einem 6:0-Kantersieg gegen Söll finden sich die die Wattener Fohlen unverhofft auf Wolke 7 wieder.

Gegen die Wattener Fohlen um Aktivposten Kelvin Yeboah (r.) gab es für die Söller um Andreas Krampl eine harte Landung.

© Amir BeganovicGegen die Wattener Fohlen um Aktivposten Kelvin Yeboah (r.) gab es für die Söller um Andreas Krampl eine harte Landung.



Von Alois Moser

Wattens – Vier Spiele, drei Siege, ein Remis, ein Torverhältnis von 15:4: Die bisherige Saisonbilanz der WSG Tirol II kann sich durchaus sehen lassen. Nach dem verpassten Aufstieg in der Vorsaison ging den Wattenern viel Qualität verloren – der tolle Saison­start der neu formierten Amateure überrascht nun sogar den eigenen Trainer.

„Ich muss ehrlich sagen: So hätte ich es mir nicht vorgestellt“, gab Martin Rinker offen zu. Zumal sich die Aufstellung (dem Schicksal als Zweier-Mannschaft sei Dank) jedes Mal ändert: „Erstaunlich, dass es trotzdem so gut funktioniert.“

Gegen Söll tat man sich zumindest in der ersten Hälfte schwer, ließ auch den Zug zum Tor vermissen. Im zweiten Durchgang zeigten die jungen Wattener dann ein anderes Gesicht: „Mit dem 2:0 war es erledigt.“ Dass man solche schweren Spiele gegen tief stehende Gegner gewinne, sei aber auch eine neue Qualität: „Das ist ein mentaler Reifungsprozess.“

Die WSG Tirol II ist toll gestartet – für Gegner Söll wird der Herbst indes „ziemlich zäh“ werden, wie Trainer Georg „Schurl“ Kirchmair bekundet: „Wir haben einfach zu viele Verletzte, um einem Gegner wie Wattens etwas entgegensetzen zu können.“ Jetzt müsse man „den Herbst halbwegs rumbringen“: „Mehr ist einfach nicht drin.“




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