Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Di, 17.09.2019


Rhythmische Sportgymnastik

Pech für Ruprecht: Die WM-Jury patzte in Baku nach Noten

Pech für Nicol Ruprecht: Die Wörglerin wurde bei der Gymnastik-WM in Baku laut ÖFT "Opfer eines Bewertungsskandals".

© ÖFT/FassbenderPech für Nicol Ruprecht: Die Wörglerin wurde bei der Gymnastik-WM in Baku laut ÖFT "Opfer eines Bewertungsskandals".



Es ist bei der Rhythmischen Sportgymnastik nicht anders als beim Fußball — Schiedsrichter-Entscheidungen sind Tatsachenentscheidungen: Eigentlich hatte die Tirolerin Nicol Ruprecht zum Auftakt der Gymnastik-WM in Baku eine ordentliche Ballkür hingelegt, um von Kampfrichterinnen aus Finnland und der Mongolei äußert niedrig bewertet zu werden. Und zwar viel zu niedrig. Es sollte nicht der einzige Fehler der beiden Damen bleiben. Nach weiteren falschen Bewertungen wurden beide Kampfrichterinnen zuerst verwarnt und dann disqualifiziert — allerdings zu spät für Ruprecht, denn eine Korrektur einer fertigen Bewertung lässt das Reglement nicht zu. Damit liegt die Wahl-Wienerin im 112-köpfigen Feld auf Rang 48, nur die Top-24 qualifizieren sich fürs Finale, die Top-16 für Olympia. „Abgerechnet wird am Schluss", meinte ÖFT-Trainerin Lucia Egermann. Ruprechts Landsfrau Lisa Hoffmann ist 92., Julia Meder erst morgen im Einsatz. In der Teamwertung belegt Österreich den 33. Platz — heute geht es in Aserbaidschan weiter. (TT)

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.